Die Stadt Gemona del Friuli

Gemona (lateinisch Glemona, friaulisch Glemone), dessen antiker Kern am Fuße der Berge Glemine, Cjampon und Cuarnan steht, befindet sich auf 272 m ü. d. M. . Die Oberfläche beträgt 56,26 qkm und umfaßt noch die Ortschaften Campagnola, Lessi, Maniaglia, Ospedaletto und Taboga. Die Stadt zählt über 13. 000 Einwohner. 

Die Geschichte

Gemona wird erstmals vom Historiker Paolo Diacono aus Cividale in seiner Historia Langobardorum mit Bezug auf die Befestigung der Stadt durch die Langobarden im Jahre 611 erwähnt. Das Castrum Gemonae gehörte zu den sieben wichtigen Kastellen, die der Langobardenherzog Gisulf 611 hatte errichten lassen, nachdem die Hunnen (Awaren) in Friaul eingefallen waren. Die Ausgrabungen beweisen jedoch, daß die Ursprünge in der Antike liegen. Die erste Ansiedlung entwickelte sich längs der römischen Straße um den Burghügel. Dank seiner geographischen Lage machte Gemona eine schnelle Entwicklung. Es war nämlich der obligatorische Durchgang für den Handel entlang der römischen Straße Julia Augusta, die von der Adria zur zentralen Donauregion führte. Im 14. Und 15. Jhdt. Erlebte Gemona eine besondere Blüte, Reichtum, politische und finanzielle Macht. Ihre strategische Lage erlaubte es ihr, den Warenverkehr zwischen der oberitalienischen Tiefebene und den Alpenstaaten zu kontrollieren. Gemona unterstand dem Patriarchen von Aquileija, wurde aber bereits ab der Mitte des 12. Jhdt. freie Gemeinde mit eigenen Statuten.
Weitere Stationen der Geschichte Gemonas:

  • 1184 Marktrecht mit "niederlech"-Recht, d. h. alle Händler waren verpflichtet, die Transitgüter abzuladen, zu versteuern, auf neue Wagen aufzuladen und in der Stadt zu übernachten.
  • 1420 wird Gemona venezianisch; in der Folge wirtschaftlich schwierige Zeiten, Abwanderungen eines Teils der Bevölkerung
  • 6. 5. 1976 schweres Erdbeben; im September nochmals; schwere Zerstörungen, viele Tote und Verletzte.
     

Bauwerke


Der Dom S. Maria Assunta (S. Maria Himmelfahrt)

Durch die Porta Udine, einem Teil der alten Stadtmauer, kommt man von Süden ins alte Stadtzentrum. Gleich hinter dem Tor erhebt sich rechts der Dom. Das Gebäude, das zwischen 1290 (Einschreibung des Baumeisters) und 1337 (Jahr der Einweihung) erbaut wurde, erlebteim Laufe der Jahrhunderte viele Eingriffe und Änderungen. Die Fassade, zwischen 1823 und 1825 radikal restauriert, schmückt sich mit einer Kolossalstatue des Hl. Christophorus.

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