Gästeliste des "Hotel Europa"

Zusammengestellt vom Wahlpflicht-Kurs Kunst der Jahrgangsstufe 10, Gesamtschule Troisdorf). Und zwar zu Zeiten. als es noch kein Wikipedia gab. Was vielleicht beim allerletzten Gast geholfen hätte ;-).

  1. Maximilien de Robespierre
  2. George Sand
  3. Tilla Durieux
  4. Arno Schmidt
  5. Martin Luther
  6. Novalis
  7. Ernest Hemingway
  8. Theodor W. Adorno
  9. Joseph Haydn
  10. Boris Pasternak
  11. Ingeborg Bachmann
  12. Kemal Atatürk
  13. Alexander v. Humboldt
  14. Heinrich Stephan
  15. Stephen Hawking
  16. Vasco da Gama
  17. Suleiman III, der Prächtige
  18. Pola Negri
  19. John Lennon
  20. Jean Paul
  21. Marcel Duchamp
  22. Wladimir Tatlin
  23. Friedrich Schiller
  24. Lech Walesa
  25. Johannes Calvin
  26. Klara v. Assisi
  27. Käthe Kollwitz
  28. William S. Burroughs
  29. Mata Hari
  30. Luciano Pavarotti
  31. Vladimir Nabokov
  32. Sarah Bernhardt
  33. James Joyce
  34. Ludwig van Beethoven
  35. Petrus
  36. Elisabeth I
  37. Arthur Schopenhauer
  38. Rembrandt van Rijn
  39. Franz Kafka
  40. Virginia Woolf
  41. Ernst Bloch
  42. Napoleon Bonaparte
  43. Simone de Beauvoir
  44. Michel Foucault
  45. Sophie Scholl
  46. Alfred Nobel
  47. Bertolt Brecht
  48. Joséphine Baker
  49. Peter Paul Rubens
  50. Henry Kissinger
  51. Olof Palme
  52. Ricarda Huch
  53. Christoph Columbus
  54. Faina Ravenskaja
  55. Karl Marx
  56. Lew Tolstoi
  57. Immanuel Kant
  58. Lady Diana
  59. Wladimir Iljitsch Lenin
  60. Andy Warhol
  61. Elke Koska
  62. Nelson Mandela
  63. Jeanne d´Arc
  64. Katharina II
  65. Dschingis Khan
  66. Grigorij Rasputin
  67. Bertha v. Suttner
  68. Eugène Ionesco
  69. Charlotte v. Stein
  70. Maria Callas
  71. Sigmund Freud
  72. Ludwig XIV
  73. Margret Thatcher
  74. Konrad Adenauer
  75. Gertrude Stein
  76. Charles de Gaulles
  77. Jean Paul Sartre
  78. Michael Gorbatschow
  79. Henry Ford I
  80. Wladimir Majakowski
  81. Hanns Martin Schleyer
  82. Anna Seghers
  83. Marquis de Sade
  84. Heinrich Heine
  85. Erasmus v. Rotterdam
  86. Leonardo da Vinci
  87. Thomas Mann
  88. Anonymer KZ-Insasse
  89. Anne Frank
  90. Albertus Magnus
  91. Karl der Große
  92. Pablo Picasso
  93. Willi Brandt
  94. Lotte Lenya
  95. Ephraim Lessing
  96. Johannes Gutenberg
  97. Marie Curie
  98. HA Schult
  99. Rainer Maria Fassbender
  100. Rudi Dutschke
  101. Sergej Eisenstein
  102. Marcel Proust
  103. William Shakespeare
  104. Albert Einstein
  105. Agrippina v. Nettesheim
  106. Honoré Balzac
  107. Goethe - Gründgens - Faust
  108. Marlene Dietrich
  109. Galileo Galilei
  110. Charly Chaplin
  111. Romy Schneider
  112. Mutter Teresa
  113. Barbie
  114. Karl Valentin
  115. Heinrich Böll
  116. Bettina v. Arnim
  117. Salman Rushdie
  118. Joseph Beuys
  119. Else Lasker-Schüler
  120. Ulrich Zwingli
  121. Innozenz IV
  122. Martin Luther-King
  123. Neil Armstrong
  124. Iwan Wassiljewitsch
  125. Lorenzo de Medici
  126. Mahatma Gandhi
  127. John F. Kennedy
  128. Giacomo Casanova
  129. August Strindberg
  130. Richard Wagner

 


1. Maximilien de Robespierre

(1758–1794), französischer Politiker zur Zeit der Französischen Revolution. Robespierre wurde am 6. Mai 1758 in Arras geboren. Ab 1781 war er als Rechtsanwalt in seiner Geburtsstadt tätig. 1789 wurde er Deputierter des Dritten Standes in den Generalständen, anschließend gehörte er der Konstituierenden Nationalversammlung an, und nach dem Sturm auf die Tuilerien 1792 wurde er Mitglied der Pariser Kommune und des Nationalkonvents. Er gehörte zur Führungsriege im Klub der Jakobiner, wo er durch Reden auf sich aufmerksam machte, die von den Ideen Jean-Jacques Rousseaus beeinflusst waren, und er war einer der Führer der radikalen Bergpartei im Konvent.

Robespierre betrieb Ende 1792 im Konvent maßgeblich die Hinrichtung Ludwigs XVI., und im Mai/Juni 1793 stürzte er mit Hilfe der Sansculotten die Girondisten, die sich im Gegensatz zu Robespierre für einen Krieg gegen Österreich und Preußen ausgesprochen hatten.

Ab Juli 1793 gehörte Robespierre dem Wohlfahrtsausschuss an. Dort konnte er seine Macht ausbauen; als Vorsitzender des Wohlfahrtsausschusses verfügte er schließlich faktisch über diktatorische Macht. Seine Schreckensherrschaft (La Terreur) rechtfertigte er als Notwendigkeit, um die Krise von 1793 bewältigen zu können. Im Frühjahr 1794 schaltete er seine politischen Gegner aus (u. a. Jacques René Hébert, Camille Desmoulins und Georges Jacques Danton), indem er sie anklagen, verurteilen und hinrichten ließ. Robespierres zunehmend von Terror begleitete Herrschaft (La Grande Terreur) führte schließlich im Juli 1794 zu seinem Sturz durch den Konvent. Einen Tag nach seiner Verhaftung am 27. Juli 1794 (nach dem französischen Revolutionskalender der 9. Thermidor) wurde er gemeinsam mit seinen Anhängern in Paris durch die Guillotine hingerichtet.

 

2. Georg Sand

Georg Sand eigentlich Amandline Autore-Lucie Baronne Dudevant , geb. Dupin. Geboren am 01. Juli 1804 und gestorben am 08. Juni 1804 in Nohant (Indre). Französische Schriftstellerin. Nach der Trennung (1831) von ihrem Gatten (Scheidung 1836) war sie mit vielen bedeutenden Männern befreundet und durchlebte mehrfach leidenschaftliche Bindungen. Mit J. Sandeau (daher ihr Deckname) verfasste sie ihren ersten Roman ,,Rose et Blanche‘‘.

Ihre Meisterwerke sind die um 1850 entstandenen Dorfromane mit lebenswahren Schilderungen bäuerlicher Sitten. Seit 1850 lebte sie auf ihrem Schloss Nohant, mit ihrem Sohn.

 

3. Tilla Durieux

Tilla, eigentlich Otillie Godeffroy. Schauspielerin die am 18.08.1880 in Wien geboren ist. 1903 kam sie nach Berlin zu M. Reinhardt. Von 1911 an wirkte sie an verschiedenen Berliner Bühnen. Sie war mit dem Maler E. Spiro, dann mit dem Kunsthändler P. Lasierer, zuletzt mit dem Bankier H. Katzenellebogen verheiratet. 1934 ging sie in die Emigration, aus der sie 1952 zurückkehrte.

 

4.Arno Schmidt

 

5. Martin Luther (1483–1546)

deutscher Theologe und Reformator.

Luther wurde am 10. November 1483 als Sohn des Bergmannes Hans Luther und dessen Frau Margarete in Eisleben geboren.

Da er nach einem schweren Gewitter mit Blitzeinschlag das Gelübde ablegte, Mönch zu werden trat er 1505 ins Erfurter Augustiner-Eremitenkloster ein, in dem besonderer Wert auf asketische Lebensführung und das Bibelstudium gelegt wurde. 1507 empfing er die Priesterweihe und nahm das Studium der Theologie auf. 1513 übernahm Luther die Professur für Bibelauslegung am Konvent in Wittenberg.

Am 31. Oktober 1517 publizierte Luther seine berühmten 95 Thesen gegen die Bußpraxis der Kirche an der Schlosskirche zu Wittenberg. Sie hatten eine scharfe Kritik am Ablasshandel zum Inhalt, an der religiösen Praxis, dass Gläubige sich von ihren Sünden freikaufen konnten. Seine Glaubenssätze stießen aber, für Luther völlig überraschend, in ganz Deutschland auf enormen Zuspruch.

Luther lehnte es ab, seine Thesen zu widerrufen, worauf ihn die Kurie 1520 exkommunizierte. Als er auch vor dem Reichstag zu Worms 1521 den Widerruf seiner Kritik an der verweltlichten Kirche ablehnte, wurde durch das Wormser Edikt die Reichsacht über Luther verhängt. Zu seinem Schutz ließ ihn der Kurfürst von Sachsen, Friedrich der Weise, entführen und brachte ihn auf die Wartburg. Hier begann Martin Luther, das Neue Testament vom Griechischen ins Deutsche zu übersetzen.

1534 beendete Luther seine Übersetzung des Alten Testaments: Die erste deutschsprachige Gesamtausgabe der Bibel wurde veröffentlicht. Die Bibel erschien bis zu seinem Tod in mehr als 400 Auflagen.
1546 starb Luther, inzwischen alt und krank geworden, in Eisleben.

 

6. Novalis

Dichtername des Freiherren Friedrich Leopold von Hardenberg. Geboren am 02.05.1772 in Wiederstedt. Gestorben am 25.03.1801 in Weißenfels.

Er studierte Philosophie und Rechtswissenschaft in Jena. 1795 verlobte er sich mit der dreizehnjährigen Sophie von Kühn, die 1797 starb. 1798 verlobte er sich mit Julie von Charpentier. 1797–1799 studierte er Bergwissenschaft in Freiberg. Er schrieb unter anderem die Romanfragmente "Die Lehrlinge zu Sais" und "Heinrich von Ofterdingen".

 

7. Ernest Miller Hemingway (1899–1961)

amerikanischer Schriftsteller. Mit dem lakonisch-knappen Stil und der desillusionierenden Weltsicht vor allem seiner Short Storys wirkte er nicht nur auf die Entwicklung der amerikanischen Literatur nachhaltig. Auch auf die deutsche Literatur der Nachkriegszeit, namentlich auf Heinrich Böll und Wolfdietrich Schnurre, übten seine Kurzgeschichten entscheidenden Einfluss aus.

Hemingway wurde am 21. Juli 1899 in Oak Park (Illinois) geboren. Nach wenigen Monaten als Reporter meldete er sich freiwillig als Sanitäter beim Roten Kreuz und war im 1. Weltkrieg als Sanitätsfahrer in Italien. Später wechselte er zur Infanterie und wurde schwer verwundet, eine Erfahrung, die sich – ebenso wie der Selbstmord seines Vaters – in seinen Arbeiten nachhaltig niederschlug: 1929 noch verarbeitete Hemingway seine Erlebnisse in A Farewell to Arms (In einem anderen Land). Von diesen zum Schreiben ermutigt, avancierte Hemingway mit dem Erzählband In Our Time (1925; In unserer Zeit) schnell zum zentralen Vertreter der Lost generation, die die enttäuschenden Erfahrungen des Krieges und das sinnentleerte Lebensgefühl ihrer Generation thematisierten.

1927 erschien die Sammlung Men Without Women (Männer ohne Frauen), in die die grandios komponierte und atmosphärisch dichte Short Story The Killers (Die Killer) Eingang fand. Nach 1927 folgten längere Aufenthalte in Florida, Afrika, auf Kuba und in Spanien, wohin Hemingway während des Spanischen Bürgerkrieges als Kriegsberichterstatter zurückkehrte.

Eine eindrucksvolle Parabel auf menschliche Unterdrückung im Faschismus gelang ihm mit seinem umfangreichsten Roman, For Whom the Bell Tolls (1940; Wem die Stunde schlägt). Danach versiegte langsam seine Schaffenskraft
1954 wurde Hemingway der Nobelpreis für Literatur zuerkannt.

Am Ende seines Lebens wurde der Schriftsteller vom Verfall seiner körperlichen Kräfte aufgezehrt. Er erschoss sich am 2. Juli 1961 in Ketchum (Idaho).

 

8, Theodor W. Adorno

 

9. Joseph Haydn

 

10. Boris Leonidowitsch Pasternak

(1890–1960), russischer Schriftsteller.

Er zählte zu den bedeutendsten literarischen Persönlichkeiten der UdSSR. Pasternak wurde am 10. Februar 1890 als Sohn einer gebildeten jüdischen Familie in Peredelkino bei Moskau geboren und studierte Philosophie an den Universitäten von Moskau und Marburg. In seinen Jugendjahren beschäftigte er sich mit Musik, wandte sich aber später der Dichtung zu.

Seine erste Gedichtsammlung erschien unter dem Titel Bliznec v tucach (1914, Der Zwilling in den Wolken). Weitere Sammlungen folgten, darunter Poverch bar’erov (1917, Über die Barrieren), Sestra moja zizn’ (1922, Meine Schwester, das Leben) und Vtoroe ro"denie (1932, Die zweite Geburt).
Zwar kann man in seinem Werk den Einfluss des Symbolismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts mit seiner Betonung der Mystik, der Ästhetik und des Impressionismus erkennen, doch finden sich in seinen Gedichten auch starke modernistische Tendenzen, insbesondere in ungewöhnlichen Bildassoziationen und in einem philosophischen Ansatz bezüglich der Natur und der Geschichte.Am 30. Mai 1960 starb er in der Nähe von Moskau.

 

11. Ingeborg Bachmann

 

12. Mustafa Kemal Atatürk (1881–1938)

Türkischer Soldat, nationalistischer Führer und Staatsmann, gründete die Republik Türkei und war ihr erster Präsident (1923–1938).

Den Namen Atatürk ("Vater der Türken") verlieh ihm 1934 die Große Nationalversammlung als Anerkennung für seine herausragenden Dienste für die türkische Nation. Atatürk wurde am 12. März 1881 in Saloniki (heute Thessaloniki, Griechenland) als Sohn eines einfachen Beamten und Holzhändlers geboren. Ab 1899 besuchte er die Militärakademie in Istanbul, die er im Januar 1905 als Stabshauptmann abschloss.

Während des 1. Weltkrieges, in dem die Türkei an der Seite Deutschlands kämpfte, machte sich Atatürk militärisch in der Gallipoli-Kampagne (1915) einen Namen, wo er bei der Abwehr der Alliierten eine entscheidende Rolle spielte. Nachdem Atatürk mit der Bedrohung von außen fertig geworden war, konnte er sich der inneren zuwenden, die von den konservativen Kräften um den Sultan ausging.

Am 1. November 1922 wurde das Sultanat abgeschafft und am 29. Oktober 1923 die Republik ausgerufen; Atatürk wurde ihr erster Präsident. Er gründete im August 1923 die Volkspartei (wurde 1924 in Republikanische Volkspartei umbenannt) und baute eine Ein-Parteien-Regierung auf, die mit Ausnahme zweier kurzer Experimente mit Oppositionsparteien (1924–1925 und 1930) bis 1945 Bestand hatte.

Atatürk starb in Istanbul am 10. November 1938

 

13. Alexander Freiherr von Humboldt (1769–1859)

Deutscher Naturforscher, Diplomat, Geograph und Forschungsreisender, Bruder von Wilhelm Freiherr von Humboldt. Alexander von Humboldt lieferte auch viele wissenschaftliche Beiträge zur Geophysik, Meteorologie und Ozeanographie.

Er wurde am 14. September 1769 in Berlin geboren. Alexander von Humboldt erhielt Privatunterricht und besuchte verschiedene Universitäten sowie die Bergakademie in Freiberg. Er beschäftigte sich u. a. auch mit Astronomie, Mineralogie und Anatomie.

Humboldt wurde durch seine Erkundung Lateinamerikas berühmt: 1799 unternahm er von Spanien aus eine Schiffsreise, hielt sich kurz auf den Kanarischen Inseln auf und landete schließlich in Cumaná (Venezuela). Humboldt erforschte den Orinoco in seiner ganzen Länge und einen Großteil der Flüsse des Amazonas. Außerdem bereiste er Kuba, das Flussgebiet des Río Magdalena in Kolumbien und die Anden in Ecuador, wo er den Vulkan Chimborazo bestieg, der 5 800 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Er studierte Meeresströmungen, relative Temperaturen (der Höhe entsprechend), die magnetische Feldstärke in Bezug auf den Äquator, Mineralien sowie die Pflanzen- und Tierwelt.

Die letzte Zeit seiner fünfjährigen Erforschung Lateinamerikas verbrachte er in Mexiko. 1804 kehrte Humboldt nach Europa zurück und brach 1829 zu einer wissenschaftlichen Erkundungsreise durch den Ural und den Altai (Russland) auf.
In den letzten Jahren seines langen Lebens schrieb Humboldt ein fünfbändiges Werk mit dem Titel Kosmos (1845–1862), in dem er nicht nur seine umfangreichen wissenschaftlichen Kenntnisse, sondern auch einen Großteil der in der damaligen Zeit angesammelten wissenschaftlichen Kenntnisse über Geographie und Geologie zusammenfassend darstellte. Kosmos gilt als das erste Lehrbuch der Geophysik. Humboldt starb am 6. Mai 1859 in Berlin.

 

14. Heinrich Stephan

 

15. Stephen William Hawking (*1942)

britischer Physiker, geboren in London. Er promovierte an der Universität von Cambridge, wo er seit 1979 Professor für Mathematik ist.

Bekannt wurde er vor allem durch seine Beiträge zur Kosmologie und für seine Versuche, die starken und schwachen Wechselwirkungen miteinander zu verbinden.

Von Bedeutung sind insbesondere seine Arbeiten über das Phänomen der Schwarzen Löcher. Hawkings Forschungen zeigen, dass die allgemeine Relativitätstheorie die Theorie von der Entstehung des Universums durch einen Urknall stützt. Sie deuten ferner darauf hin, dass der Urknall Einmaligkeit besitzt oder an einem Punkt unendlicher Verzerrung von Raum und Zeit stattfand. Später arbeitete er sein Konzept aus, indem er alle wissenschaftlichen Theorien als sekundäre Versuche ansah, eine Realität zu beschreiben, in der Konzepte wie die Einmaligkeit keinerlei Bedeutung haben und in der Raum und Zeit eine geschlossene Oberfläche ohne Begrenzungen bilden.

Sein populärwissenschaftliches Werk A Brief History in Time (1988, Eine kurze Geschichte der Zeit) wurde weltweit bekannt.

Hawking leidet an der amyotrophischen Lateralsklerose, einer unheilbaren Erkrankung des Nervensystems.

 

16. Vasca da Gama, Graf von Vidigueira (um 1469 bis 1524)

portugiesischer Entdecker und Seefahrer. Er war der erste Europäer, der auf dem Seeweg um die Südspitze Afrikas herum Indien erreichte; damit beendete er die Suche nach einer solchen Route, die 80 Jahre zuvor bereits Heinrich der Seefahrer begonnen hatte.

Da Gama wurde in Sines (Portugal) geboren und nahm in seiner Jugend an den Kriegen gegen Kastilien teil. Im Auftrag von Emanuel I., König von Portugal, stach da Gama am 9. Juli 1497 mit vier Schiffen in See, um Indien auf dem Seeweg zu erreichen.

Im November umsegelte er das Kap der Guten Hoffnung und ankerte bei Malindi (heute Kenia) an der Ostküste Afrikas. Mit Hilfe eines Lotsen, den er von indischen Händlern in diesem Hafen abwarb, richtete da Gama seinen Kurs nun nach Osten, und erreichte am 20. Mai 1498 Calicut (heute Kozhikode) an der westindischen Malabarküste.

Zurück in Portugal wurde da Gama ehrenvoll empfangen. Er erhielt großzügige Entlohnung und die Erlaubnis, den Titel Dom zu tragen.

In den nächsten zwanzig Jahren fuhr da Gama nicht mehr zur See. 1519 wurde er zum Grafen von Vidigueira und 1524 zum Vizekönig von Indien ernannt. Im Herbst 1524 starb er in Cochin (Südwestindien).

 

17. Suleiman II. der Prächtige

 

18. Pola Negri

Negri, Pola, eigentlich Barbara Apolonia Chaluek, Filmschauspielerin polnischer Herkunft, geboren 3.1.1897 in Lippnau und gestorben am 1.8.1987 in San Antonio, in Texas. Sie verkörperte im deutschen und amerikanischen Stummfilm und im deutschen Tonfilm 1935–1938 mondäne Frauen- und Vamptypen; unter anderen in "Anna Karenina" 1919; " Madame Dubarry"1919; " Mazurka"1935; "Madame Bovary" 1937.

 

19. John Lennon

englischer Rockmusiker, Komponist, Sänger, Gitarist. Wurde am 9.Oktober 1940 in Liverpol geboren. In den 50ern wurde er durch die amerikanische Rock’n Roll Musik geprägt.

Zusammen mit Paul McCartney, George Harrison und später Ringo Starr gründete Lennon 1958/59 "The Beatles", die erfolgreichste Rockband der 60er. Lennon und McCrtney waren all die Jahre bis zu Auflösung der Beatles das kreative Zentrum der Gruppe, sie schrieben, spielten und sangen gemeinsam die Welthits der Beatles. 1969 heiratete Lennon eine japanische Performance-Künstlerin namens Yoko Ono. Es folgten zahlreiche Love and Peace Aktionen des Paares und die beiden gründeten die "Plastic Ono Band".

Lennon wurde am 8. Dezember 1980 von einem psychisch gestörten Fan in New York vor seinem Apartment erschossen.

 

20. Jean Paul

Schriftstellername von Jean Paul Friedrich Richter. Geboren: Wunsiedel 21.03.1763, Gestorben Bayreuth 14.11.1825.

Leben:

Jean Paul entstammte einer mittellosen ländlichen Predigerfamilie, deren Bedrängnis durch den frühen Tod des Vaters (1779) noch wuchs. Da ihm keine finanzielle Unterstützung zuteilwurde, musste er sein 1781 begonnenes theologisches Studium in Leipzig nach drei Jahren abbrechen und vor seinen Gläubigern nach Hof zu seiner Mutter fliehen. 1786 übernahm er eine Hauslehrerstelle in Töpen bei Hof. 1790–1794 leitete er eine Privatschule in Schwarzenbach; anschließend kehrte er nach Hof zurück, wo er bis zum Tode seiner Mutter (1797) lebte. Jean Paul war Schriftsteller und Dichter. Er schrieb Biographien, Monographien, Romane, Erzählungen und Autobiographien.

 

21. Marcel Duchamp

(1887–1968), französischer Maler und Objektkünstler, einer der bedeutendsten Anreger der Avantgarde im 20. Jahrhundert.

Duchamp wurde am 28. Juli 1887 in Blainville-Crevon (bei Rouen) geboren. 1904/05 besuchte er die Académie Julian in Paris und begann Bilder im Stil der Impressionisten und Cézannes zu malen. Unter dem Einfluss seiner Brüder wandte er sich später dem Kubismus zu und schuf 1912 sein berühmtes Werk Akt, eine Treppe herabsteigend (Philadelphia Museum of Art). Das Bild provozierte bei seiner Ausstellung in der Armory Show 1913 in New York einen Skandal. Nach 1915 schuf Duchamp nur noch wenige Gemälde.

Duchamp gegen Ende der zwanziger Jahre eher als Inspirator einer Anti-Kunst, die sich in erster Linie als Ideenkunst begriff. Obwohl Duchamp sich niemals einer der gängigen Strömungen anschloss, ist sein Name doch zumindest eng mit der Entwicklung des Surrealismus und Dadaismus verknüpft.
Während seiner Aufenthalte in den USA (1915–1918 und 1920–1921) spielte er eine zentrale Rolle in der Dada-Szene New Yorks und organisierte 1947 mit André Breton in Paris die Ausstellung Le Surrealisme en 1947.

Anregend wirkte Duchamp ferner auf Kunstrichtungen wie den Nouveau Réalisme, die Pop-Art und die Concept Art (Konzeptuelle Kunst). Unter anderem griffen die Amerikaner Jasper Johns und Robert Rauschenberg viele Anregungen des Künstlers auf. Duchamp wurde 1955 amerikanischer Staatsbürger. Er starb am 1. Oktober 1968 in Paris.

 

22. Wladimir Jewgrafowitsch Tatlin (1885–1953)

russischer Bildhauer, Maler und Bühnenbildner. Tatlin wurde in Moskau geboren und studierte zwischen 1909 und 1911 an der dortigen Kunstakademie.

Während eines Aufenthalts in Paris 1913 übten Pablo Picassos kubistische Plastiken großen Einfluss auf ihn aus. Nach seiner Rückkehr begann Tatlin, mit abstrakten Reliefkonstruktionen ("malerische Reliefs", "Eckreliefs" und "Hängeplastiken") zu experimentieren, für die er Werkstoffe wie Glas, Metall, Draht und Holz verwendete. Diese zwischen 1913 und 1917 angefertigten Arbeiten begründeten den Konstruktivismus in der UdSSR.

Tatlins Interesse für Raum, Bewegung und Technik wird vor allem an seinem Modell für das große Monument der III. Internationale (1919–1920) deutlich, das lediglich in einer rekonstruierten Fassung vorliegt. Dieses Monument sollte als 400 Meter hohes Gebäude aus drei gläsernen – und drehbaren – Konstruktionen (einem Zylinder, einem Kegel und einem Kubus) die Sitzungssäle beherbergen. Als Ummantelung war ein geneigter, spiralenförmiger Metallrahmen geplant. Nach der Russischen Revolution 1918 hatte Tatlin Lehraufträge an den neu gegründeten Kunstschulen in Moskau, Leningrad und Kiew. Kurz vor Lebensende beschäftigte er sich mit flugtechnischen Problemen und kreierte das Segelflugzeug Letatlin.

 

23. Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759–1805)

Dichter. Neben Johann Wolfgang von Goethe, mit dem er den Stil der Weimarer Klassik begründete, ist er eine der zentralen Gestalten der deutschen Literaturgeschichte.

Friedrich Schiller wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren. Bereits während seines Studiums (ab 1773) entstanden unter dem Eindruck der Dichtungen Friedrich Gottlieb Klopstocks und Gotthold Ephraim Lessings (Emilia Galotti) erste lyrische und dramatische Versuche (1776/77 die Elegie Der Abend und die Ode Der Eroberer).

1777 begann Schiller unter dem Eindruck der Aufklärung mit dem von sozialem Pathos getragenen Drama Die Räuber. In diesem Stück thematisierte er die Ablehnung jeglicher Autorität und proklamierte einen absoluten Freiheitswillen. Schiller wurde damit zu einem zentralen Vertreter des Sturm und Drang.
Am 22. Februar 1790 heiratete Schiller die Schwester Karoline von Wolzogens, Charlotte von Lengefeld (1766–1826). 1791 erkrankte er lebensgefährlich, vermutlich eine Lungen- und chronische Bauchfellentzündung, die ihm bis zu seinem Lebensende Probleme bereitete und ihn zwang, seine Lehrtätigkeiten aufzugeben. In den neunziger Jahren entstanden Schillers anthropologische, ethische und ästhetische Hauptwerke Über Anmuth und Würde (1793, Über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795), sowie Über naive und sentimentalische Dichtung (1795/96).

Die zunächst problematische Bekanntschaft mit Goethe entwickelte sich zu einer äußerst gewinnbringenden Freundschaft. Eine 1828 bis 1829 von Goethe in sechs Bänden herausgegebene Korrespondenz dokumentiert die gegenseitige Inspiration. Im Dezember 1799 übersiedelte Schiller nach Weimar. In den folgenden Jahren entstanden: Das Lied von der Glocke; die Theaterstücke Maria Stuart (1800), Die Jungfrau von Orleans (1801), Die Braut von Messina (1803) und Wilhelm Tell (1804).

Er starb am 9. Mai 1805 in Weimar an den Folgen der ein Jahr zuvor wieder ausgebrochenen Krankheit, ohne sein Drama um Aufstieg und Fall des falschen Zaren Demetrius vollenden zu können. 1827 wurde sein Sarg in die Weimarer Fürstengruft überführt, wo man später auch Goethe beisetzte.

 

24. Leszek (Lech) Walesa (*1943)

polnischer Politiker und Gewerkschaftsführer, Staatspräsident von Polen (1990–1995) und Friedensnobelpreisträger.

Walesa wurde am 29. September 1943 in Popowo bei Bromberg geboren. Ab 1966 war Walesa als Elektromonteur an der Leninwerft in Danzig beschäftigt. 1970 war er führend an den Arbeiterunruhen in Danzig und 1977/78 an der Gründung der "Freien Gewerkschaft des Küstengebietes"beteiligt.
Im September 1980 wurde Walesa zum Vorsitzenden der neu gegründeten unabhängigen Gewerkschaft Solidarnosc gewählt. Nach der Verhängung des Kriegsrechts und dem Verbot der Gewerkschaft im Dezember 1981 wurde Walesa bis November 1982 unter Hausarrest gestellt und in der Folge mehrmal kurzzeitig inhaftiert. 1983 wurde er als Symbolfigur des Friedens- und Freiheitswillens mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Aus den Parlamentswahlen vom Juni 1989, bei denen erstmals Oppositionsparteien zugelassen waren, ging die Solidarnosc unter Walesa als Siegerin hervor. Im Dezember 1990 wurde Walesa mit deutlicher Mehrheit zum Staatspräsidenten gewählt.

Er leitete umfangreiche Reformen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens ein, geriet mit seinem populistischen Kurs jedoch zunehmend in Gegensatz zur Solidarnosc. Bei den Präsidentschaftswahlen vom Dezember 1995 unterlag er in der Stichwahl knapp seinem Herausforderer, dem Exkommunisten Aleksander Kwasniewski.

In der Folge verschwand Walesa vorübergehend von der politischen Bühne; im November 1997 machte er erneut von sich reden, diesmal als Gründer einer neuen Partei, der Christlichen Demokratie der Dritten Republik Polen (Ch-D III RP), an deren Spitze er bei den nächsten Parlamentswahlen in die politische Verantwortung zurückkehren will.

 

25. Johannes Calvin

 

26. Klara von Assisi (1194–1253)

Begründerin des franziskanischen Klarissinnenordens und seit 1215 erste Äbtin des Klosters San Damiano. Klara wurde am 16. Juli 1194 in Assisi als älteste Tochter des Herzogs von Sasso-Rosso geboren.

Von einer Predigt des Franz von Assisi zeigte sie sich so beeindruckt, dass sie am 20. März 1212 in den Franziskanerorden eintrat. Gegen den Widerstand ihrer Eltern, die sie reich verheiraten wollten, gründete sie die Gemeinschaft der Franziskanerinnen, den Klarissinnenorden, der sich absoluter persönlicher Besitzlosigkeit verschrieben hatte. Klara von Assisi verstarb am 11. August 1253 in ihrer Heimatstadt. 1255 wurde sie heilig gesprochen. Ihr Namensfest fällt auf den 11. August.

 

27. Käthe Kollwitz

(geb. Schmidt, 1867–1945), Graphikerin und Bildhauerin.

Kollwitz wurde am 8. Juli 1867 in Königsberg geboren und studierte dort und in Berlin, u. a. bei dem Radierer und Porträtisten Karl Stauffer-Bern.

In ihren 1898 entstandenen Illustrationen zu Gerhart Hauptmanns Theaterstück Die Weber trat erstmals ihr leidenschaftliches soziales Engagement zutage, das ihr gesamtes Werk prägt. Im Mittelpunkt ihrer Zeichnungen, Radierungen, Holzschnitte und Lithographien stehen typische Gestalten des Großstadtproletariats. Zu ihren herausragenden Werken zählen auch politische Plakate, wie Helft Rußland (1921), Nie wieder Krieg (1924) und Verhungernde Kinder (1924).

Kollwitz wurde zu einer der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen ihrer Zeit, war ab 1919 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste und die erste Frau, die dort mit einem Lehramt betraut wurde. 1933 wurde sie von den Nationalsozialisten aus der Akademie ausgeschlossen und lebte bis zu ihrem Tod in weitgehender Isolation.

Während frühere Arbeiten unter dem Einfluss Max Klingers und Vincent van Goghs standen, gewannen die in der "inneren Emigration" entstandenen Arbeiten ein zunehmend expressionistisches, an Ernst Barlach orientiertes Gepräge, mit einer deutlichen Wendung der sozialkritischen Elemente ins Metaphysische (Lithographienzyklus Der Tod, 1934/35). Das Mutter-Kind-Motiv wurde auch in ihren plastischen Werken vorherrschend (Mutter mit Zwillingen, 1937, Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg). Zur Erinnerung an ihren im 1. Weltkrieg gefallenen Sohn entwarf sie ein Mahnmal (1932) für den Soldatenfriedhof Roggeveld in Flandern (heute auf dem Soldatenfriedhof Vladslo bei Diksmuide). Käthe Kollwitz starb am 22. April 1945 in Moritzburg bei Dresden.

 

28. William S. Burroughs

 

29. Mata Hari

Eigentlich Margaretha Geertruida Zelle, (1876–1917), niederländische Tänzerin und Spionin.

Mata Hari wurde in Leeuwarden geboren und besuchte eine Klosterschule. Mit 18 Jahren heiratete sie; vier Jahre später wurde die Ehe geschieden.

Mata Hari ließ sich dann in Paris nieder und führte dort ab etwa 1900 bei privaten Veranstaltungen erotische Tänze auf.

1907 wurde sie in Lörrach zur Spionin ausgebildet und arbeitete anschließend als deutsche Agentin in Frankreich. Dank ihrer Affären mit hochrangigen Offizieren der Allierten konnte sie während des 1. Weltkrieges wichtige militärische Informationen sammeln.
1917 wurde sie in Frankreich der Spionage für das Deutsche Reich überführt und in Vincennes hingerichtet.

 

30. Luciano Pavarotti (*1935)

international bekannter italienischer Tenor, dem seine lyrischen und dramatischen Partien zum Rang eines Superstars verhalfen. Nicht zuletzt deswegen wird er häufig mit dem legendären Enrico Caruso verglichen.

Der schwergewichtige Sänger wurde am 12. Oktober 1935 im norditalienischen Modena geboren. 1961 debütierte er in Reggio nell’Emilia. Sein erster internationaler Auftritt 1965 in Covent Garden in London war der Auftakt für seine glänzende Karriere.

Der Klang seiner Stimme ist in ihrem ganzen Umfang voll und weit, besonders in den hohen Tonlagen wird ihre durchdringende Kraft immer wieder bewundert. Zu seinen berühmtesten Rollen zählt die des Rodolfo in La Bohème von Puccini, die er zum ersten Mal 1968 an der Metropolitan Opera in New York sang. Pavarotti sang an allen großen Opernhäusern der Welt: an der Scala in Mailand ebenso wie an der Wiener Staatsoper. Er gilt als einer der besten Verdi-, aber auch Donizetti- und Puccini-Interpreten. Anfang der neunziger Jahre trat er häufig zusammen mit José Carreras und Plácido Domingo in großen Stadien und Sportarenen auf, wodurch die "drei Tenöre" zu Megastars der Opernszene wurden.

 

31. Vladimir Vladimirovich Nabokov

russisch Wladimir Wladimirowitsch Nabokow, Pseudonym W. Sirin, (1899–1977), russisch-amerikanischer Schriftsteller und Literaturkritiker.

Er schrieb zunächst auf Russisch und später in Englisch und gilt als eine der facettenreichsten Dichterpersönlichkeiten der Moderne. Sein bekanntestes Werk "Lolita" (1955) handelt von der Liebe eines älteren Mannes zu einem jungen Mädchen.

Nabokov wurde am 23. April 1899 als Spross einer wohlhabenden Juristenfamilie in Sankt Petersburg geboren. 1919 floh die Familie nach England. Nach der Übersiedlung nach Berlin, wo er bis 1937 vorwiegend lebte, begann er unter dem Pseudonym W. Sirin in russischen Emigrantenzeitschriften zu publizieren.

1937 floh Nabokov vor der NSDAP mit seiner Gattin Vera nach Südfrankreich und lebte anschließend für zwei Jahrzehnte in den USA.

1960 kehrte der inzwischen sehr populäre Autor nach Europa zurück und verbrachte den Rest seines Lebens zurückgezogen in Montreux am Genfer See, wo er am 2. Juli 1977 starb.

 

32. Sarah Bernhard

Französische Schauspielerin.

Geboren am 22 Oktober 1844 in Paris

Gestorben am 26 März 1923 ebenfalls in Paris.

Sie spielte auch Männerrollen zum Beispiel in Hamlet von William Shakespeare.

 

33. James Augustine Aloysius Joyce (1882–1941)

irischer Schriftsteller. Seine psychologisch differenzierte Darstellung des irischen Gesellschaftslebens zur Jahrhundertwende (Dubliner, 1914) und seine innovativen literarischen Techniken machten ihn neben Marcel Proust und Robert Musil zum wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts.

Joyce wurde am 2. Februar 1882 in Dublin geboren.

Um 1900 begann Joyce mit der Arbeit am Roman Stephen Hero. 1904 folgten erste Gedichtveröffentlichungen und Versuche als Verfasser von Kurzgeschichten. Im selben Jahr verließ Joyce Dublin mit seiner Geliebten und späteren Ehegattin Nora, geborene Barnacle. Das Paar übersiedelte nach Triest, wo er an der Berlitz Schule unterrichtete. Trotz zunehmender literarischer Popularität lebte die Familie meist recht dürftig von Joyce’ Arbeit als Sprachlehrer und von Zuwendungen wohlhabender Gönner.

1907 erlitt Joyce eine Entzündung der Regenbogenhaut, erstes Anzeichen ernsthafter Augenprobleme, die später zu fast völliger Blindheit führten.

Nach 1920 sollte die Familie Joyce für über zwanzig Jahre in Paris eine Heimat finden. Von hier aus kehrte der Autor nach 1930 öfters nach Zürich zurück.

Als die französische Hauptstadt 1940 von deutschen Truppen besetzt wurde, floh Joyce über Saint-Gérand-le-Puy und Lausanne nach Zürich, wo er am 13. Januar 1941 an den Folgen eines Zwölffingerdarmgeschwürs verstarb.

Joyce’ Ulysses (1922) gilt als Prototyp des modernen Experimentalromans, Finnegans Wake (1939) gar entwirft eine Art vorbabylonischer Ursprache und nimmt entscheidende Tendenzen der literarischen Postmoderne vorweg.

 

34. Ludwig van Beethoven

Komponist.

Geboren am 17. Dezember 1770 in Bonn.

Gestorben am 26. März 1827 in Wien.

Bekannte Werke: Appasionata, Kleine Nachtmusik, für Elise.

 

35. Petrus

aramäisch Kepha, eigentlich Simon, (gestorben um 64 n. Chr.), Jünger Jesu, Apostel und Missionar der Urkirche.

Berichte über Petrus finden sich in den Paulusbriefen, die zwischen 50 und 60 n. Chr. verfasst wurden, den vier Evangelien sowie der Apostelgeschichte (um 65 bis Ende des 1. Jahrhunderts). Von ihm wird gesagt, dass er Jesus nach dessen Gefangennahme verleugnete (z. B. Markus 14, 66–72). Petrus war aber auch der erste Zeuge der Auferstehung Jesu (vgl. 1. Korinther 15, 3; Lukas 24, 34). Im Urchristentum hatte er die Führung der Gemeinden in Jerusalem inne und begründete die christliche Mission. Der Apostel Petrus starb als Märtyrer in Rom.

Der Name Petrus geht auf das Matthäusevangelium zurück. Dort bezeichnet ihn Jesus als Felsen (griechisch pétros: Fels), auf dem er seine Kirche bauen wolle (vgl. Matthäus 16, 16–19).

Petrus wird in allen neutestamentlichen Apostelkatalogen an erster Stelle genannt. Seine Stellung wurde auf seine besondere Gabe der Verkündigung zurückgeführt (vgl. Galater 2, 7). Demgegenüber beschreiben die beiden Petrusbriefe und das Johannesevangelium (vgl. Johannes 21) ihn jedoch mehr als Hirten.

Seine hervorragende Bedeutung erhielt Petrus durch die apostolische Nachfolge, der zufolge alle Bischöfe von Rom direkte Nachfolger des Petrus sind, dem Jesus die Schlüssel zum Reich Gottes anvertraut hat (vgl. Matthäus 16, 17–19). Damit wird das Papstamt in der katholischen Kirche direkt auf Petrus zurückgeführt.

Die Ostkirchen, die sich abspalteten, bestritten im 11. Jahrhundert die Oberhoheit des römischen Bischofs. Auch die protestantische Reformation lehnte es ab, das Papsttum auf Petrus zurückzuführen. Der Feiertag der Apostel Petrus und Paulus fällt auf den 29. Juni.

 

36. Elisabeth I. (von England) (1533–1603)

Königin von England und Irland (1558–1603), Tochter König Heinrichs VIII. von England und seiner zweiten Gemahlin, Anne Boleyn.

Frühe Jahre und Aufstieg zur Königin

Elisabeth wurde am 7. September 1533 in London geboren.

Nach dem Tod ihrer Schwester Maria im Jahre 1558 wurde Elisabeth Königin von England. Elisabeth galt als äußerst eitel und kapriziös; aber ihre Pflichten als Monarchin standen immer im Mittelpunkt ihres Lebens. Mit ihrer Politik ebenso wie mit ihrer schillernden Persönlichkeit machte sich Elisabeth bei ihren Untertanen sehr beliebt.

Die Königin

Elisabeths dominierende Rolle in einem Zeitalter, das sogar mit ihrem Namen belegt wurde, gründet teilweise auf dem allumfassenden Nationalgeist, den sie zu verbreiten verstand und der während der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ganz England erfasste.
Seit Beginn ihrer Regierungszeit war Elisabeths Ehelosigkeit ein politisches Problem – es gab keinen Thronfolger. Das Parlament versuchte vergebens, die Königin zu einer Heirat zu bewegen – Elisabeth lehnte ab mit der Begründung, sie habe vor, als Jungfrau zu leben und auch so zu sterben.
Ende einer Ära .

Einen bitteren Beigeschmack bekam die Endphase von Elisabeths Regierungszeit durch den blutigen und kostspieligen Krieg gegen den Aufstand in Irland. Sie verbrachte die letzten Jahre ihres Lebens unglücklich und allein. Elisabeth hatte ein glorreiches Zeitalter durchlebt und geprägt, ein Zeitalter, in dem die Grundlagen für das moderne England geschaffen wurden. Elisabeth starb am 23. März 1603 in London; Kurz vor ihrem Tod hatte sie den schottischen König Jakob VI., zu ihrem Nachfolger bestimmt.

 

37. Arthur Schopenhauer

(1788–1860), deutscher Philosoph.

Schopenhauer wurde am 22. Februar 1788 in Danzig (heute Gdansk, Polen) geboren. Nach dem Willen des Vaters ursprünglich zum Kaufmann bestimmt, begann er 1809 an der Universität Göttingen ein Studium der Medizin, das er jedoch bald aufgab, um sich der Philosophie zuzuwenden.
Schopenhauers Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung erschien im Jahr 1819. Von 1820 bis 1831 war er ebenso wie G. W. F. Hegel, jedoch mit weit geringerer Resonanz, an der Universität Berlin als Dozent tätig. Er ließ sich in Frankfurt am Main nieder, wo er, durch eine Erbschaft finanziell abgesichert, bis zu seinem Tod zurückgezogen als Privatgelehrter lebte. In dieser Zeit erschienen folgende Schriften: Über den Willen in der Natur (1836), Die beiden Grundprobleme der Ethik (1841), die erweiterte und überarbeitete Fassung seines Hauptwerks, Die Welt als Wille und Vorstellung II (1844), das zweibändige, aphoristische Werk Parerga und Paralipomena (1851), darin enthalten Die Aphorismen zur Lebensweisheit.

Arthur Schopenhauer starb am 21. September 1860 in Frankfurt am Main.

 

38. Rembrandt van Rijn

 

39. Franz Kafka

 

40. Virginia Woolf (1882–1941)

geborene Adeline Virginia Stephen; englische Schriftstellerin und Kritikerin.

Ihre Ausprägung der Technik des "Stream of consciousness" und ihr poetischer Stil wurden richtungweisend für die Entwicklung des modernen Romans.

Woolf wurde am 25. Januar 1882 in London geboren. Um 1905, nach dem Tod ihres Vaters, begründete sie mit ihrer Schwester Vanessa und ihren beiden Brüdern einen Hausstand im Bezirk Bloomsbury in London, der zu einem Zentrum des zeitgenössischen literarischen und künstlerischen Lebens wurde. Diesem als Bloomsbury Group bekannten Kreis gehörte auch der Schriftsteller Leonard Woolf an, den Virginia 1912 heiratete. Gemeinsam mit ihrem Ehemann gründete sie 1917 den Verlag Hogarth Press.

Virginia Woolfs frühe Romane – The Voyage Out (1915; Die Fahrt hinaus), Night and Day (1919; Nacht und Tag) und Jacob’s Room (1922; Jakobs Raum) – zeugen bereits von ihrer Absicht, sich aus dem traditionellen Rahmen des realistischen Roman zu lösen. In der Folge tritt die äußere Handlung gegenüber einer Fülle von Sinneseindrücken zunehmend in den Hintergrund. In Mrs. Dalloway (1925; Mrs. Dalloway, auch: Eine Frau von fünfzig Jahren) und To the Lighthouse (1927; Die Fahrt zum Leuchtturm) werden Geschehen und Charaktere ganz aus der Innensicht der Figuren entwickelt. Diese subjektive Realität wird durch die intensive Verwendung von Symbolen und Metaphern nochmals artifiziell überhöht. Die Technik des Stream of consciousness ermöglichte völlig neue Darstellungsnuancen alltäglicher Ereignisse und Personen. Woolfs stilistisch kühnster Roman The Waves (1931; Die Wellen) reduziert die Spiegelung der Realität weitgehend auf akustische Phänomene.

Ihre Tagebücher und Briefe sind aufschlussreiche Zeugnisse ihres Lebens und Wirkens. Woolf litt, nicht zuletzt aufgrund traumatischer Jugenderlebnisse, unter einer labilen Psyche. Während der Arbeit an ihrem letzten Roman, Between the Acts (1941; Zwischen den Akten), nahm sie sich am 28. März 1941 das Leben, indem sie sich bei Lewes in den Fluss Ouse stürzte.

 

41. Ernst Bloch

 

42. Napoleon I. (1769–1821)

Kaiser der Franzosen (1804–1814/15). Obwohl Napoleon als Alleinherrscher wieder die Monarchie einführte, vollendete er in vielerlei Hinsicht die gesellschaftlichen Reformideen der Französischen Revolution.

Ferner war er unbestritten ein militärstrategisches Genie und der größte Feldherr seiner Epoche. Der auf seine Anregungen entstandene Code Civil oder Code Napoléon war das erste moderne bürgerliche Gesetzbuch und fand durch Napoleons Eroberungszüge in weiten Teilen Europas Verbreitung.
Napoleon wurde am 15. August 1769 in Ajaccio auf Korsika als Sohn eines einflussreichen Landadligen geboren. Bereits im Alter von 24 Jahren begann seine beispiellose militärische Karriere.

Nach zahllosen militärischen Erfolgen und Eroberungskriegen (Schlacht von Marengo 1800; Doppelschlacht von Jena und Auerstedt im Oktober 1806) bereiteten die vereinten preußischen und englischen Streitkräfte unter Führung von Wellington und Blücher den napoleonischen Truppen in der Schlacht von Waterloo am 18. Juni 1815 eine vernichtende Niederlage. Napoleon wurde auf die winzige englische Insel Sankt Helena im Südatlantik verbannt, wo er am 5. Mai 1821 an Magenkrebs starb. Seine Gebeine wurden 1840 in den Pariser Invalidendom überführt.

 

43. Simone de Beauvoir

(1908–1986) Französische Schriftstellerin und Vertreterin des Existentialismus, geboren in Paris.

Simone de Beauvoir studierte Philosophie und war bis 1943 als Lehrerin tätig. 1929 lernte sie an der Sorbonne Jean-Paul Sartre kennen, der sie in den Kreis der Existentialisten einführte. Die Begegnung mit Sartre übte großen Einfluss auf ihr Leben und ihr literarisches Schaffen aus. In ihrem ersten Roman L’invitée (1943, Sie kam und blieb) befasst sie sich mit dem existentiellen Dilemma von individueller Freiheit, Aktion und Verantwortung. Mit dieser Thematik setzte sie sich auch in ihren späteren Werken immer wieder auseinander.

Das existentialistische Gedankengut, das die Eigenverantwortlichkeit eines jeden Menschen herausstreicht, kommt auch in Simone de Beauvoirs autobiographischen Werken zum Ausdruck, insbesondere in Mémoires d’une jeune fille rangée (1958, Memoiren einer Tochter aus gutem Hause) und Tout compte fait (1972, Alles in allem). In diesen und zwei weiteren autobiographischen Romanen schildert sie offen ihr Leben vor dem Hintergrund ihrer Zeit.

Auf dem Gebiet der Sachliteratur schrieb sie Le deuxième sexe (1949, Das andere Geschlecht), eine Analyse der Rolle der Frau in der Gesellschaft, mit dem sie zu einer führenden Theoretikerin der Frauenbewegung in den frühen siebziger Jahren wurde.

 

44. Michel Foucault

 

45. Sophie Scholl (1921–1943)

Widerstandskämpferin, Mitglied der Widerstandsgruppe Weiße Rose, Schwester von Hans Scholl, geboren in Forchtenberg in Baden-Württemberg.

Sophie Scholl stand dem Nationalsozialismus zunächst positiv gegenüber und war Mitglied des BDM (Bund Deutscher Mädl). 1938 wurde sie zusammen mit ihrem Bruder zum ersten Mal verhaftet, weil sie beide in der bündischen Jugendarbeit tätig waren. Als Studentin der Biologie und der Philosophie in München schloss sie sich der von ihrem Bruder gegründeten Widerstandsgruppe Weiße Rose an.

Ab Mai 1942 entwarf und verteilte die Weiße Rose ihre ersten Flugblätter, in denen sie die Massenmorde an polnischen Juden, Adligen und Intellektuellen anklagten und zu passivem, christlich begründeten Widerstand und Sabotage aufriefen.
Während einer Flugblattaktion an der Münchner Universität wurden Sophie und Hans Scholl am 18. Februar 1943 verhaftet, am 22. Februar vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet.

 

46. Alfred Nobel

Alfred Nobel wurde am 21.10.1833 in Stockholm geboren und lebte bis 10.12.1896 in San Remo als Chemiker und Industrieller.

Er erfand den Dynamit. Nobel hinterließ sein Vermögen der Stiftung (Nobelstiftung), aus der seit 1901 die Nobelpreise finanziert werden.

 

47. Bertolt Brecht

eigentlich Eugen Bertolt Friedrich Brecht.

Geb. am 10. Febuar 1898 in Augsburg. Gestorben am 14 ,August 1965 in Berlin.

Bertolt Brecht besuchte seit 1917 die Universität in München, wo er Philosophie und Medizin studierte.

Brecht schrieb Theaterkritiken für den Augsburger Volkswillen (Organ der USPD), zahlreiche Gedichte und Stücke, z.B. "Das Leben des Galilei", "Mutter Courage und ihre Kinder", "Kaukasischer Kreidekreis" ...
Auch die Zusammenarbeit mit dem Komponisten K. Weill (Dreigroschenoper) war für sein späteres Schaffen prägend.

 

48. Josephine Baker (1906–1975)

französische Tänzerin und Sängerin, die in den USA geboren wurde. Sie wurde in Saint Louis (Missouri) geboren und tanzte in der Schwarzenrevue Shuffle Along (1921) und im berühmten Cotton Club in Harlem, New York City, bevor sie sich in Paris im Jahr 1925 niederließ.

In den vierziger Jahren war sie der Star in den Revuen im Folies-Bergère und im Casino de Paris. Zudem spielte sie in Filmen. Sie war für ihren extravaganten Tanzstil berühmt.

Während des 2. Weltkrieges war sie im französischen Widerstand aktiv. Nach 1956 zog sie sich von Bühne und Film zurück, adoptierte mehrere Kinder und unterstützte ein Waisenhaus, das sie gegründet hatte.

 

49. Peter Paul Rubens

 

50. Henry Kissinger

 

51. Sven Olof Palme (1927–1986)

schwedischer Politiker, Ministerpräsident von Schweden (1969–1976 und 1982–1986). Palme wurde in Stockholm als Sohn wohlhabender Eltern geboren.

Außenpolitisch wandte er sich entschieden gegen das amerikanische Engagement in Vietnam, was zu einer deutlichen Verschlechterung der Beziehungen zu den USA führte. Daneben zeigte er offene Sympathie für die prokommunistischen Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt und verurteilte jegliche Einmischung der Supermächte in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten, was der Westen vielfach als Bruch mit Schwedens traditioneller Neutralitätspolitik interpretierte. Nach der Wahlniederlage der SDAP 1976 wurde die Regierung Palme von einer bürgerlichen Regierung abgelöst; Palme übernahm nun die Führung der Opposition im schwedischen Reichstag.

Am Abend des 28. Februar 1986 wurde Palme in Stockholm auf offener Straße erschossen; der Täter konnte bis heute nicht zweifelsfrei ermittelt werden. 1989 wurde der Kleinkriminelle Christer Pettersson des Mordes an Palme für schuldig befunden und zu lebenslänglicher Haft verurteilt, kurz darauf in zweiter Instanz allerdings aus Mangel an Beweisen wieder freigesprochen.

 

52. Ricarda Huch

Pseudonym Richard Hugo, (1864–1947), Schriftstellerin und Historikerin. Sie wurde am 18. Juli 1864 in Braunschweig geboren. 1887 ging sie nach Zürich, wo sie Geschichte und Philosophie studierte und als eine der ersten deutschen Frauen ihr Studium mit einer Promotion abschloss.

Aus Protest gegen die Machtergreifung Hitlers trat Huch 1933 aus der Preußischen Akademie der Künste aus. Ihr Bericht über den deutschen Widerstand, Der lautlose Aufstand, wurde von Günter Weisenborn bearbeitet und posthum 1953 herausgegeben.

Einen Markstein stellt das dreibändige Werk Der große Krieg in Deutschland (1912–1914) dar, eine wissenschaftlich wie literarisch beeindruckende Darstellung des Dreißigjährigen Krieges. Ihre Deutsche Geschichte (1934–1949) ist eine kritische Aufarbeitung deutscher Vergangenheit vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.

Sie starb am 17. November 1947 in Schönberg (heute ein Stadtteil von Kronberg im Taunus).

 

53. Christoph Kolumbus

(1451–1506), italienischer Seefahrer, der im Auftrag der spanischen Krone einen kürzeren Seeweg nach Asien erkunden sollte. Dabei landete er irrtümlich in der Karibik und "entdeckte" damit Mittelamerika für die westliche Welt. Nordamerika war bereits mehrere Jahrhunderte zuvor von Wikingern erstmals auf dem Seeweg erreicht worden.

Kolumbus wurde in Genua geboren und ließ sich 1476 in Lissabon nieder. Er hatte die Idee, Indien statt auf dem langen und gefährlichen Seeweg rund um Afrika auch auf einer Route nach Westen über das Meer zu erreichen, welches Europa und Asien verband. Sein Gesuch, die westliche Überquerung des Atlantiks zu finanzieren, wurde jedoch von 1484 Johann II., König von Portugal abgelehnt.

In Spanien wurden seine Pläne von mehreren einflussreichen Männern gefördert. Ferdinand V., König von Kastilien stimmte 1492 ein, die geplante Expedition zu finanzieren.

Die Expedition bestand aus dem Hauptschiff Santa María, das unter seinem Kommando lag, und den beiden kleineren Karavellen Pinta und Niña, die von Martín Alonzo Pinzón und seinem Bruder Vicente Yáñez Pinzón befehligt wurden.

Am Abend des 12. Oktober kam Land in Sicht, und früh am nächsten Morgen landete die Expedition auf einer der Bahamas-Inseln, die von den dort lebenden Indianern Guanahaní genannt wurde. Kolumbus taufte die Insel in San Salvador um. Weitere Landungen in den nächsten Wochen fanden auf Kuba und in Haïti auf Española (das spätere Hispaniola) statt. Nach Ansicht von Kolumbus lagen all diese Inseln in den Gewässern vor der Küste Ostasiens.

Auf einer zweiten Reise landete Kolumbus mit 17 Schiffen und etwa 1 500 Mann auf den karibischen Inseln Dominica, Guadeloupe und Antigua. Weitere Erkundungsfahrten betrafen Jamaika und Puerto Rico.

Die letzten Monate des Lebens von Kolumbus waren von Krankheit gekennzeichnet. Er starb am 20. Mai 1506 in Valladolid. Seine sterblichen Überreste wurden in Sevilla beigesetzt.

 

54. Faina Ravenskaja

 

55. Karl Heinrich Marx (1818–1883)

deutscher Philosoph und Nationalökonom. Gemeinsam mit Friedrich Engels Begründer des sich als wissenschaftlich verstehenden Sozialismus (Marxismus).

Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren. Er studierte zunächst Rechtswissenschaften an der Universität Bonn, später auch Philosophie und Geschichte in Berlin und Jena.

Nachdem er hatte einsehen müssen, dass seine Hoffnung auf eine akademische

Karriere aussichtslos war, nahm er 1842 eine Stellung bei der Rheinischen Zeitung – einer führenden Oppositionszeitung – in Köln an, deren Chefredakteur er bald darauf wurde. Auf Druck der preußischen Regierung hatte er schließlich seinen Posten als Herausgeber der Rheinischen Zeitung räumen müssen. In Paris vertrat er als Mitherausgeber der Zeitschrift Deutsch-Französische Jahrbücher in seinen eigenen Beiträgen zunehmend ein revolutionäres Programm.

1848 erschien das Kommunistische Manifest, eine Auftragsarbeit des in London ansässigen Bundes der Kommunisten (dem sich Marx und Engels angeschlossen hatten) anlässlich der Gründung der Kommunistischen Liga.. Als Vorbild für die Verfassung einer zukünftigen "Diktatur des Proletariats" stellte Marx später in seiner Schrift Der Bürgerkrieg in Frankreich (1871) die Pariser Kommune dar. Nach dem Scheitern der Revolution von 1848 wurde sie verboten und Marx auch aus Preußen ausgewiesen. Seine nächste und letzte Station war London, wo er unter drückender finanzieller Not, aus der ihm sein Freund Engels immer wieder heraushalf, seine wichtigsten Schriften und zahlreiche Zeitungsartikel u. a. für die New York Daily Tribune verfasste.

Der erste Band seines groß angelegten Werkes Das Kapital wurde 1867 publiziert, die Aufzeichnungen für die Bände 2 und 3 erschienen in der Bearbeitung von Engels 1885 und 1894 nach seinem Tod. Die zahlreichen später aufgefundenen Fragmente, die vermutlich für einen vierten Band vorgesehen waren, gab Karl Kautsky zwischen 1905 und 1910 unter dem Titel Theorien des Mehrwertes (4 Bde.) heraus.

Karl Marx starb am 14. März 1883 in London.

 

56. Lew Tolstoi

 

57. Immanuel Kant

eigentlich Immanuel Cant, (1724–1804), Philosoph.

Mit seiner Begründung des so genannten kritischen Idealismus avancierte er zu einem der einflussreichsten Denker der Neuzeit.

Kant wurde am 22. April 1724 in Königsberg (heute Kaliningrad, Russland) geboren. Zwischen 1740 und 1745 besuchte er die Universität Königsberg, wo er hauptsächlich die klassischen Wissenschaften Physik und Mathematik studierte. 1746 debütierte er mit einer Schrift über Gedanken von der wahren Schätzung der lebendigen Kräfte.

Durch seine Vorlesungen und Publikationen erwarb sich Kant bereits frühzeitig den Ruf eines herausragenden Philosophen. 1770 folgte er dem Ruf der Universität Königsberg auf eine Professur für die Fächer Logik und Metaphysik.

Der Schlüssel zum Werk Immanuel Kants, das das gesamte Spektrum der Philosophie erfasst, ist in seinem Werk Kritik der reinen Vernunft (1781) enthalten, in dem er die Grundlagen der menschlichen Erkenntnis untersucht. In seiner Erkenntnistheorie unterscheidet er zwischen analytischen und synthetischen Urteilen. Bei Aussagen wie "Die Kugel ist rund" ist das Prädikat bereits im Subjektbegriff enthalten. Es handelt sich daher um analytische Urteile, da die Wahrheit aus der Analyse des Begriffs selbst abgeleitet wird, ohne dass weitere Erfahrungen hinzutreten müssen. Anders verhält es sich mit den synthetischen Urteilen, die nicht durch reine Analyse abgeleitet werden können. Ein Beispiel hierfür ist die Aussage "Die Kugel ist rot". Das Prädikat ist nicht im Subjektbegriff enthalten, sondern muss erst hinzugefügt werden, was eine besondere Erfahrung voraussetzt. Alle allgemein gültigen Sätze, die aus der Erfahrung gewonnen werden, sind danach synthetisch.

In seinen Schriften Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785) und Kritik der praktischen Vernunft (1788) beschreibt Kant sein ethisches System. Neben seinen philosophischen Arbeiten verfasste Kant auch eine Reihe naturwissenschaftlicher Abhandlungen, insbesondere im Bereich der Geographie. Eine der wichtigsten ist die Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels (1755), in der er die Hypothese von der Entstehung des Universums aus einem kreisenden Nebel aufstellte, eine Hypothese, die später unabhängig von Kant durch Pierre de Laplace entwickelt wurde.

 

58. Lady Diana

Princess of Wales (1. Juli 1961 – 31.August 1997 )

Diana arbeitete als Erzieherin in einem Kindergarten, bevor sie sich am 24.Februar 1981 mit dem Thronerben Charles, Prinz of Wales verlobte. Geheiratet wurde am 29.Juli 1981 in London.

1992 trennten sich die beiden. Diana behielt das Sorgerecht für ihre beiden Söhne William und Harry.

Am 31.August 1997 starb sie durch einen Autounfall.

 

59. Wladimir Iljitsch Lenin (1870–1924)

sowjetrussischer Revolutionär, Politiker und marxistischer Theoretiker.

1870 Lenin wird am 22. April als Wladimir Iljitsch Ulhanow in Simbirsk geboren.

1895 Lenin wendet sich dem Marxismus zu und gründet in Sankt Petersburg den "Kampfbund zur Befreiung der Arbeiterklasse". Er wird wegen politischer Agitation verhaftet und

1897 zu drei Jahren Verbannung nach Sibirien verurteilt.

1902 In seiner Schrift Was tun? propagiert Lenin die straff organisierte Kaderpartei als diejenige Kraft, die allein den revolutionären Umsturz herbeiführen kann.

1906 Lenin geht erneut in die Emigration und lebt in den folgenden elf Jahren vor allem in Genf, Paris, Krakau.

1917 Juli–Oktober: Lenin propagiert weiter den bewaffneten Aufstand und legt in Staat und Revolution die Grundsätze der bolschewistischen Herrschaft nieder.

November: Nach der Übernahme der Macht durch die Bolschewiki in der Oktoberrevolution übernimmt Lenin als Vorsitzender des Rates der Volkskommissare die Regierung und leitet unter allmählicher Ausschaltung aller anderen revolutionären Parteien die Errichtung eines diktatorischen Systems ein.
1919 Lenin initiiert die Gründung der dritten Internationale. Zur Zentralisierung der Macht errichtet er das Politbüro und das Sekretariat der Partei.

1922 Am 30. Dezember wird die Sowjetunion gegründet.

1924 Lenin stirbt am 21. Januar in Gorki. Der einbalsamierte Leichnam Lenins wird später im Leninmausoleum an der Kremlmauer aufgebahrt.

 

60. Andy Warhol

Eigentlich Andrew Warhola, (1928–1987), amerikanischer Künstler und Filmregisseur polnischer Abstammung, einer der bedeutendsten Repräsentanten der Pop-Art und durch die starke Selbststilisierung als eine Art Gesamtkunstwerk zugleich eine seiner bedeutendsten Ikonen.

Warhol wurde in Pittsburgh (Pennsylvania) geboren, studierte dort von 1945 bis 1949 Bildgestaltung sowie Kunstgeschichte, Psychologie und Soziologie und war anschließend in New York erfolgreich als Werbegraphiker tätig.

Zu Warhols Markenzeichen wurden die gemalten Reproduktionen banaler Alltagsobjekte, allen voran die in zahllosen Exemplaren gefertigte Tomatensuppendose Campbell’s Soup Can (1962). Sein Name verbindet sich heutzutage vornehmlich mit den simplifizierten Porträts von Ikonen der Gegenwarts- und Kulturgeschichte.

Mit weniger Glück versuchte Warhol (bzw. seine Factory) seit 1963, seine antibürgerliche Kunstauffassung in über 80 experimentellen, oft extrem überlangen (bis zu 25 Stunden), bewegungs- und handlungsarmen Filmen umzusetzen,

Warhol starb am 22. Februar 1987 in New York. 1994 wurde in seiner Heimatstadt Pittsburgh das Andy Warhol Museum eröffnet. Es ist das größte einem einzelnen Künstler gewidmete Museum der USA.

 

61. Elke Koska

 

62. Nelson Rolihlahla Mandela (*1918)

(*1918), südafrikanischer Politiker und erster schwarzer Staatspräsident der Republik Südafrika (seit April 1994). Mandelas Vater war Häuptling der Thembu. 1940 Mandela nahm an einem Studentenstreik teil und wurden deshalb vom College verwiesen.

1944 gründete Mandela gemeinsam mit Sisulu, Tambo und Anton Lembede die Youth League (Jugendliga) des African National Congress (ANC, Afrikanischer Nationalkongress). Im Dezember 1952 wurde er wegen seiner Defiance Campaign gegen die Apartheid zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt und gleichzeitig unter einen "Bannbefehl" gestellt, der ihm jede politische Tätigkeit verbot und der in den folgenden neun Jahren regelmäßig erneuert wurde.

1960 wurde der ANC verboten. Um einer Verhaftung und weiteren Banngesetzen zu entgehen, ging Mandela im März 1961 in den Untergrund.

Im Juli 1962 wurde er festgenommen und wegen Agitation und nicht genehmigten Verlassens des Landes zu fünf Jahren Haft und nach einem weiteren Prozess zu lebenslanger Haft verurteilt.

Als er nach 18 Jahren Gefangenschaft 1982 nach Kapstadt verlegt wurde, begann eine weltweite Kampagne zur Freilassung Mandelas. 1985 bot Staatspräsident P. W. Botha Mandela unter bestimmten Bedingungen die Freilassung an, aber Mandela lehnte ab, da er nicht bereit war, in Fragen der Apartheidpolitik Kompromisse einzugehen. Erst Präsident F. W. de Klerk hob unter dem massiven Druck der Weltöffentlichkeit das Verbot des ANC auf und entließ Mandela im Februar 1990 aus der Haft.

Nachdem er zwischen 1990 und 1994 Verhandlungen mit der südafrikanischen Regierung über politische Reformen geführt hatte, hob diese im August 1991 das letzte Apartheids-Gesetz auf. Im Gegenzug verzichtete der ANC auf jede weitere Gewaltanwendung. 1993 erhielten Mandela und de Klerk gemeinsam den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für die Demokratie und die Abschaffung der Apartheid in Südafrika. Aus den ersten landesweiten freien demokratischen Wahlen im Mai 1994, zu denen erstmals alle ethnischen Gruppen zugelassen waren, ging der ANC mit über 60 Prozent der Stimmen als klarer Sieger hervor, und im Mai wurde Mandela zum ersten schwarzen Staatspräsidenten von Südafrika gewählt.

Nelson Mandela war seit 1958 mit der südafrikanischen Bürgerrechtlerin Winnie Nomzamo Madikizela verheiratet. Die Ehe wurde 1996 geschieden. Ende 1997 gab Mandela das Amt des ANC-Parteipräsidenten an Thabo Mbeki ab.

 

63. Jeanne d'Arc

 

64. Katharina II., die Große (von Russland) (1729–1796)

(1729–1796), russisch Jekatarina II. Aleksejwna, Zarin von Russland (1762–1796), vollendete den von Peter dem Großen eingeleiteten Aufstieg Russlands zur europäischen Großmacht.

Katharina (ursprünglich Sophie Friederike Auguste) wurde am 2. Mai 1729 in Stettin geboren. 1745 heiratete sie den Thronfolger Zar Peter III von Russland. Die Ehe war unglücklich; Am 5. Januar 1762 übernahm Peter III. den Thron; am 9. Juli 1762 ließ Katharina ihn durch Gardeoffiziere stürzen und sich selbst zur Zarin ausrufen. Am 17. Juli 1762 wurde Peter mit Billigung der Zarin ermordet.

Katharina leitete im Sinn des aufgeklärten Absolutismus zahlreiche Reformen zur Stärkung von Verwaltung, Wirtschaft und Militär ein; die bestehende Gesellschaftsordnung jedoch wurde aufrechterhalten, die Lage der Bauern sogar noch verschärft: die Leibeigenen wurden nun vollends dem Grund besitzenden Adel ausgeliefert, und ihr Status näherte sich dem der Sklaverei. Außerdem bekämpfte Katharina alle Impulse, die von der Französischen Revolution auf Russland übergriffen.

Mit ihrer erfolgreichen Machtpolitik nach außen etablierte Katharina Russland endgültig als europäische Großmacht. Durch zwei Kriege gegen das Osmanische Reich (1768–1774 und 1787–1792, Russisch-Türkische Kriege) konnte Russland seine Grenzen bis zum Dnjestr vorschieben und erhielt außerdem einen breiten Zugang zum Schwarzen Meer, und 1783 gewann Russland durch die Annexion des Khanats der Krimtartaren die Krim.

Unter Katharina der Großen entwickelte sich der russische Hof in Sankt Petersburg zu einem kulturellen Mittelpunkt; die Zarin förderte Kunst und Bildung, gründete die Russische Akademie und korrespondierte mit Aufklärern wie Voltaire und Denis Diderot, der 1773 am Hof der Zarin zu Gast war.

 

65. Dschingis Khan

eigentlich Temudjin ("der Schmied"; 1162 oder 1167 bis 1227), mongolischer Eroberer und Begründer des mongolischen Weltreiches, das sich vom Chinesischen Meer bis nach Europa erstreckte. Dschingis Khan wurde in der Nähe des Baikalsees in Russland als Sohn eines mongolischen Stammesfürsten geboren. Im Alter von etwa 13 Jahren folgte er seinem Vater als Stammesfürst nach. Er schlug Aufstände unter seinen Untertanen nieder und unterwarf ab etwa 1188 mongolische und türkische Nachbarstämme. 1206 hatte er beinahe die gesamte Mongolei unter seine Herrschaft gebracht; auf einer Versammlung der unterworfenen und der verbündeten Stammesfürsten ließ er sich den Titel Dschingis Khan (chinesisch chêng-sze, "edler Krieger", türkisch khan, "Herr") übertragen. Karakorum machte er zu seiner Hauptstadt.

Nach seinem Tod am 18. August 1227 wurde das Mongolische Reich unter seinen Söhnen Ögädäi, Dschagatai und Tului und seinem Enkel Batu Khan aufgeteilt.

 

66. Grigorij Rasputin

Grigorij Rasputin; russischer Abenteurer; geboren 1872, gestorben 30.12.1916;

Er war ein verheirateter Bauer und vagabundierender Pilger. Seit 1907 gewann er am Kaiserhof in der Stellung eines Lampenwärters für die Heiligenbilder steigenden Einfluß auf die Kaiserin.

Er schien dem an der unheilbaren Bluterkrankheit leidenden Thronfolger dank magnetischer und hypnotischer Kräfte helfen zu können und wurde deshalb von der Mutter als Wundermann angesehen. Da er durch seine Machtgier eine Belastung für die Monarchie wurde, wurde er von den Angehörigen der Hofgesellschaft ermordet.

 

67. Bertha Freifrau von Suttner

Bertha Freifrau von Suttner wurde am 9. Juni 1843 in Prag geboren.

Sie war als Lehrerin und Erzieherin sowie als Korrespondentin tätig. Weltberühmtheit erlangte sie durch ihren Roman "Waffen nieder".

1891 gründete sie die "Österreichische Gesellschaft der Friedensfreunde" als deren Präsidentin sie an den Friedenskongressen 1892 in Bern, 1894 in Antwerpen und 1897 in Hamburg teilnahm. Zudem war sie Vizepräsidentin des Internationalen Friedensbüros in Bern.

1905 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Bertha von Suttner starb am 21.Juni 1914 in Wien.

 

68. Eugène Ionesco

rumänisch Eugen Ionescu, (1912–1994), französischer Schriftsteller rumänischer Herkunft. Er gehört neben Samuel Beckett zu den wichtigsten Vertretern des absurden Theaters. Ionesco wurde am 26. November 1912 in Slatina (Rumänien) geboren.

Bereits Ionescos dramatisches Frühwerk lebt von der Komik absurder Situationen, die in keinem Szenenzusammenhang mehr stehen. Vor allem seine seit den fünfziger Jahren entstandenen Stücke stellen die existentielle Problematik des Menschen in den Mittelpunkt.

Bereits in seinem ersten Theaterstück La cantatrice chauve (1950, Die kahle Sängerin) arbeitete Ionesco mit den Möglichkeiten der dramatischen Farce, indem er die Entfremdung zweier Eheleute voneinander anhand der Monotonie ihres Dialogs offenbart. Das Verfahren eines mit Sprachwitz durchsetzten Geplappers nutzt Ionesco auch in dem komischen Drama La leçon (1950, Die Unterrichtsstunde).

Weitere Stücke: 1952, Die Stühle; 1953, Amédée oder wie wird man ihn los; 1956, Der neue Mieter; 1959, Die Nashörner; 1964, Hunger und Durst; 1970, Das große Massakerspiel; 1977, Der Mann mit den Koffern).

 

69. Charlotte von Stein

 

70. Maria Callas

Eigentlich Calogeropoulos. Maria Callas war eine griechische Sängerin. Sie wurde am 04.12.1923 in New York geboren. Sie war verheiratet mit G. Meneghini und trat mit 15 Jahren erstmals in Athen auf.

Als vollendete dramatisch Sopranistin hat sie zahlreiche ältere Opern (Cherubini , Spontini, Bellini ) zu neuem Leben erweckt.

 

71. Siegmund Freud

Siegmund Freud, Nervenarzt, geboren 6.5.1856 in Freiberg,

gestorben 23.9.1939; Er begründete die Psychoanalyse.

Nach langer psychotherapeutischer Tätigkeit wurde er 1902 Professor.

1938 emigrierte er wegen seiner jüdischen Abstammung nach London.

 

72. Ludwig XIV. (von Frankreich)

genannt Sonnenkönig, (1638–1715), König von Frankreich (1643–1715).

Ludwig wurde am 5. September 1638 in Saint-Germain-en-Laye geboren. Seine Eltern, König Ludwig XIII. und Anna von Österreich.

Ludwig XIV. schuf nach seinem Leitsatz "L’État c’est moi" ("Der Staat bin ich") eine Form des Absolutismus, die das Europa des 17. Jahrhunderts prägte und zur Nachahmung veranlasste. Seine glanzvolle Repräsentation stellte ihn, den Sonnenkönig, als den Mittelpunkt des Hofes heraus und war zugleich Demonstration seiner politischen Macht.

Nach 1682 verbrachte der König die meiste Zeit in seinem großartigen Schloss Versailles in der Nähe von Paris, das zusammen mit der prunkvollen Hofhaltung stilprägend für die Zeit des Absolutismus wurde.

Ludwig baute zwei neue, effektive Machtinstrumente auf: ein Diplomatenkorps und ein stehendes Heer. Jean-Baptiste Colbert (Oberintendanten der Finanzen) förderte im Sinn des Merkantilismus die heimische Wirtschaft und den Export, baute die französische Flotte sowie Straßen und Wasserwege aus.
Ludwig verhalf Kunst und Wissenschaft in Frankreich zu einer hohen Blüte.

Viele Kriege und die absolutistische Prachtentfaltung des Königs brachten Frankreich am Ende von Ludwigs Regierungszeit dem Staatsbankrott nahe; immer höhere Steuern ließen breite Bevölkerungsschichten verarmen. Überkommene Strukturen, die allein durch Geburt und Privilegien bestimmt waren, führten langfristig zum Zusammenbruch der Monarchie in der Französischen Revolution. Ludwig starb am 1. September 1715 in Versailles.

 

73. Margret Thatcher

 

74. Konrad Adenauer (1876–1967)

erster Bundeskanzler (1949–1963) der Bundesrepublik Deutschland. In seiner langen Amtszeit prägte Adenauer als Regierungschef, zeitweise auch als Außenminister (1950–1955), wesentlich die Innen- und Außenpolitik der Bonner Republik.

Als Präsident des Parlamentarischen Rates 1948/49 stellte er die Weichen für die Ausarbeitung des Grundgesetzes der neuen deutschen Demokratie, und 1949 wurde er Mitglied des ersten Deutschen Bundestages, der ihn mit einer Stimme Mehrheit (seiner eigenen) zum Bundeskanzler einer Koalitionsregierung wählte.

Bereits ab 1950 setzte er sich für eine Wiederbewaffnung ein. Trotz aller innenpolitischer Widerstände erreichte Adenauer mit den Pariser Verträgen die Aufnahme der Bundesrepublik in die NATO (1955).

Auf Druck des Koalitionspartners FDP und von Parteifreunden trat Adenauer 1963 zugunsten von Ludwig Erhard zurück.

Adenauer starb am 19. April 1967 in Rhöndorf bei Bonn.

 

75. Gertrude Stein

 

76. Charles de Gaulle

Er war ein französischer General und Staatsmann . Er besuchte 1909 –1912 die Offizierschule St.Cyr, nahm am ersten Weltkrieg teil. 1919 mit der französischen Militärmission General M. Weygang in Polen , beteiligte sich an den Kämpfen Gen. J. Hallers gegen die Rote Armee in Wolhynien. Nach Frankreich zurückgekehrte, wurde er Dozent für Militärgeschichte in St. Cyr. Seit 1925 in höheren militärischen Stellungen, wurde de. G. 1931 in Generalsekretariat für Nationale Verteidigung berufen und 1937 zum Oberst eines Panzerregiments in Metz ernannt.

 

77. Jean-Paul Sartre

Französischer Philosoph und Schriftsteller.

Geboren am 21.Juni 1905 in Paris.

1934–36 Lehrer für Philosophie.

1937–39 lehrte er am Lycée Pasteur in Paris.

Im 2. Weltkrieg war er Krankenträger und von Juni 1940 bis 1941 in deutscher Kriegsgefangenschaft.

Den ihm 1964 verliehenen Nobelpreis lehnte er ab.

 

78. Michail Sergejewitsch Gorbatschow

sowjetischer Politiker, Staatspräsident der UdSSR (1988–1991). Gorbatschow wurde am 2. März 1931 in Priwolnoje (Region Stawropol) geboren. Er studierte Jura an der Moskauer Staatsuniversität und trat 1952 in die Kommunistische Partei der Sowjetunion (KPdSU) ein. In der Region Stawropol stieg er innerhalb der Parteihierarchie rasch auf; 1970 kam er in den Obersten Sowjet, 1971 ins Zentralkomitee, und 1978 wurde er Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU. Als Protegé Jurij Andropows kam Gorbatschow 1980 als Vollmitglied ins Politbüro.

Vor allem für seine Außenpolitik, seine Abrüstungs- und Friedensinitiativen, erhielt Gorbatschow im Oktober 1990 den Friedensnobelpreis.

Im März 1990 wurde Gorbatschow zum Staatspräsidenten gewählt. Mit seinen Reformen stieß er jedoch auf den Widerstand der verschiedensten Gruppierungen, vor allem auf den Widerstand orthodox-kommunistischer Kräfte, die im August 1991 gegen ihn putschten; innerhalb von drei Tagen kam Gorbatschow mit der Unterstützung der Reformer zurück an die Macht, aber von seinem Posten als Generalsekretär der KPdSU trat er zurück; und um seinen Reformkurs abzusichern, stellte er Reformer an die Spitze des Militärs und des KGB. Nach der Unabhängigkeit Estlands, Lettlands und Litauens gewannen im Verlauf des Jahres die nationalistischen Kräfte in den einzelnen Sowjetrepubliken an Macht; Ende 1991 löste sich die UdSSR auf, und Gorbatschow trat am 25. Dezember 1991 als Staatspräsident zurück.

Gorbatschow blieb weiterhin politisch aktiv; er kritisierte offen die Politik der Regierung, besonders die überstürzten Wirtschaftsreformen und die Politik gegenüber den ehemaligen Sowjetrepubliken. Im Juni 1992 wurde Gorbatschow offiziell aus der KPdSU ausgeschlossen, da er angeblich zu deren Untergang beigetragen haben soll. Im September 1992 weigerte sich Gorbatschow, vor dem russischen Verfassungsgericht zu erscheinen, das über Präsident Boris Jelzins Verbot der KPdSU verhandelte. Ein von der Regierung über Gorbatschow verhängtes Ausreiseverbot, das bis zu seinem Erscheinen vor Gericht gelten sollte, wurde nach internationalen Protesten wieder aufgehoben. In der Folge unternahm Gorbatschow ausgedehnte Vortragsreisen durch Europa, die USA und Japan; ein Großteil der Einnahmen aus seinen Vortragsreisen ging in die Stiftung für Soziale, Wirtschaftliche und Politische Forschungen in Moskau, die Gorbatschow-Stiftung, ein, die er 1991 ins Leben gerufen hatte. Bei den russischen Präsidentschaftswahlen im Juni 1996 schied Gorbatschow bereits im ersten Wahlgang aus; er hatte nicht einmal ein Prozent der Stimmen erhalten.

 

79. Henry Ford I.

 

80. Wladimir Wladimirowitsch Majakowskij (1893–1930)

sowjetischer Dichter, geboren in Bagdadi (Georgien), gestorben in Moskau. Mitbegründer und führender Vertreter des russischen Futurismus.

Nachdem Majakowskijs Familie von Georgien nach Moskau gezogen war, besuchte er ab 1911 die dortige Kunstschule, wandte sich jedoch bald der Literatur zu. Seine ersten Gedichte veröffentlichte Majakowskij 1912 in dem Almanach der Futuristen. Mit Oblako v štanach (Eine Wolke in Hosen) und Flejta pozvonocnik (Die Wirbelsäulenflöte) veröffentlichte er 1915 seine ersten Gedichtbände, in denen er Persönliches mit herber Kritik am Bürgertum verwob.

Majakowskijs frühe politische Aktivitäten im zaristischen Russland (er war seit 1908 Mitglied der Bolschewiki) führten dazu, dass er mehrmals verhaftet wurde. Als Fürsprecher der Russischen Revolution stellte er seine Dichtung nach der Revolution in den Dienst des neuen sowjetischen Staates. Dichtungen wie die Ode an die Revolution, Oda revolutsi (1918), waren ebenso beliebt wie seine leidenschaftlichen und lyrischen Liebesgedichte, darunter Ljublju (1922, Ich liebe). In den zwanziger Jahren war Majakowskij als Agitator für die Sowjetregierung tätig: Er verfasste politische Gedichte, Wandsprüche, Dramen und Drehbücher sowie satirische Reiseskizzen. In seinem satirischen Drama Klop (1929, Die Wanze) wird seine Abkehr von revolutionären Idealen deutlich: Er porträtiert darin das Spießbürgertum, das sich bereits wieder etabliert hatte. Resigniert über die Entwicklung in der Sowjetunion und nach einer privaten Enttäuschung beging Majakowskij im Jahr 1930 Selbstmord.

 

81. Hanns Martin Schleyer (1915–1977)

deutscher Industriemanager. Schleyer wurde am 1. Mai 1915 als Sohn eines Richters in Offenburg geboren. Bereits 1931 war Schleyer als 16-Jähriger der Hitlerjugend beigetreten; 1933 trat er in die SS ein. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Heidelberg und Freiburg.

1977 entführte ihn ein Terrorkommando der Rote-Armee-Fraktion (RAF), um inhaftierte Terroristen freizupressen; gleichzeitig wurde zu diesem Zweck eine Lufthansa-Maschine gekapert. Nachdem die Geiseln von der Spezialeinheit des Bundesgrenzschutzes GSG 9 in Somalia befreit worden waren, begingen die RAF-Häftlinge im Gefängnis Stuttgart-Stammheim Selbstmord, und Hanns Martin Schleyer wurde von seinen Entführern am 18. Oktober 1977 getötet.

 

82. Anna Seghers

eigentlich heißt sie Netty Reiling, verheiratete Radványi, (1900–1983),

Schriftstellerin.

Sie wurde am 19. November in Mainz geboren. Sie entstammte dem jüdischen Bürgertum.

Sie starb am 1. Juni 1983 in Ost-Berlin

Bekannt wurde sie durch ihren späten auch erfolgreich verfilmten Roman ,,Das siebte Kreuz" (1942).

 

83. Marquis de Sade

eigentlich Donatien Alphonse François, (1740–1814). Französischer Schriftsteller, geboren in Paris, gestorben in Charenton (heute zu Saint-Maurice).

Bekannt wurde de Sade vor allem aufgrund seiner erotischen Werke, die lange Zeit als anstößiges Schrifttum galten. De Sade war der Sohn eines Diplomaten aus altem provenzalischem Adel. Im Siebenjährigen Krieg kämpfte er als Kavallerieoffizier im französischen Heer. Nach einigen kürzeren Gefängnisaufenthalten wurde er 1772 wegen mehrerer Sexualdelikte zum Tode verurteilt. Er floh nach Italien, kehrte jedoch 1777 nach Paris zurück, wurde festgenommen und in Vincennes eingekerkert. Dort war er sechs Jahre in Haft, verbüßte dann mehrere Jahre seiner Gefängnisstrafe in der Bastille und wurde 1789 in die Irrenanstalt von Charenton eingewiesen. 1790 kam er frei, wurde jedoch im Jahr 1801 aufgrund neuer Vergehen wieder verhaftet und verbrachte die Jahre ab 1803 bis zu seinem Tod als Insasse der Anstalt von Charenton.

Zu seinem Werk zählen unter Anderem die Romane Justine ou les malheurs de la vertue (1791, Die Geschichte der Justine oder die Nachteile der Tugend) und Histoire de Juliette ou les prosperités du vice (Geschichte der Juliette oder die Vorteile des Lasters), der 1797 als zweiter Teil seines Hauptwerkes, des zehnbändigen Doppelromans La nouvelle Justine ou les malheurs de la vertu. Siuvie de l’histoire de Juliette, sa sœur, erschien.

 

84. Heinrich Heine

(1797–1856), Schriftsteller. Er war einer der größten Dichter der deutschen Literatur. Seine eindringliche, häufig auch witzig-satirische Lyrik erfreut sich bis heute großer Popularität.

Heine wurde am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf geboren. 1819 bis 1825 studierte Heine in Bonn, Göttingen und Berlin Jura und promovierte zum Dr. jur.. In Berlin, dem neben Weimar wichtigsten Zentrum des zeitgenössischen kulturellen Lebens in Deutschland, verkehrte Heine in literarisch-künstlerischen Kreisen, vor allem dem berühmten literarischen Salon der Rahel Varnhagen, knüpfte dort Verbindungen zur geistigen und gesellschaftlichen Elite der Stadt. Neben Dichtern der Romantik wie Ludwig Tieck gewann der Geschichts- und Staatsphilosoph G. W. F. Hegel großen Einfluss auf den jungen Heine.
Die 1826 veröffentlichte Harzreise, ein Reisebericht über eine Harzwanderung Heines, die sich auch mit den aktuellen politischen und literarischen Verhältnissen in Deutschland humoristisch-kritisch auseinander setzte, fand beachtliche Resonanz und begründete Heines Ruf als Schriftsteller.

Im darauf folgenden Jahr erschien Heines zweite Gedichtsammlung, Das Buch der Lieder. Hier ist erstmals das Spannungsfeld spürbar, das für seine Lyrik insgesamt typisch werden sollte: der Widerstreit von"romantischer" Sentimentalität und ihrer Überwindung in der Ironie, das nahtlose Nebeneinander von Leidenschaft und Zynismus, hellsichtiger Zeitanalyse und sozialer Utopie, gedanklicher Klarheit und sprachlicher Musikalität.

Von 1827 bis 1831 lebte Heine in England und Italien sowie in verschiedenen Gegenden Deutschlands. In dieser Zeit verfasste er die Reiseskizzen, die zusammen mit der Harzreise die vier Bände seiner Reisebilder (1826–1831) ergeben. 1831 ging Heine als Korrespondent der Augsburger Allgemeinen Zeitung nach Paris, wo er bis auf zwei kurze Deutschlandreisen den Rest seines Lebens verbrachte.

Obwohl Heine ab 1848 bis an sein Ende durch ein Rückenmarksleiden an seine "Matratzengruft" gefesselt war, schien seine Schaffenskraft weder im Poetischen noch im Essayistischen gebrochen. Heine starb am 17. Februar 1856 in Paris.

 

85. Erasmus von Rotterdam

auch Erasmus Desiderius (um 1466 bis 1536), niederländischer Philologe und Theologe, einer der bedeutendsten Humanisten, Interpret der intellektuellen Strömungen der Renaissance und Wegbereiter der Reformation.

1492 wurde er zum Priester geweiht und studierte Theologie in Paris. Da das Klosterleben seinem Wesen nicht entsprach wurde Erasmus später vom Papst von seinen Ordensgelübden entbunden.

Seinen Lebensunterhalt bestritt er als Privatlehrer und Dozent. Er machte die Bekanntschaft des Humanisten und Lordkanzlers Thomas More sowie William Grocyns, der in Oxford Griechisch lehrte. Im geistigen Austausch mit diesen Gelehrten trug Erasmus dazu bei, dass sich der Humanismus in England durchsetzte und insbesondere das Studium der klassischen Sprachen als Mittel zur Vertiefung christlicher Bildung Bedeutung erlangte. Während eines Aufenthalts in Italien erwarb er an der Universität Turin den Doktorgrad und lernte den venezianischen Verleger Aldus Manutius kennen.

 

86. Leonardo da Vinci

florentinischer Künstler. Leonardo wurde am 15. April 1452 in der kleinen toskanischen Stadt Vinci in der Nähe von Florenz geboren.

Er wusste, mehr als jeder andere zeitgenössische oder nachfolgende Künstler oder Gelehrte, von der Bedeutung präziser wissenschaftlicher Beobachtung. Leider brachte er viele seiner wissenschaftlichen Untersuchungen, ähnlich wie viele seiner künstlerischen Vorhaben, nicht zum Abschluss. Seine Theorien über Hebelgesetze, Strömungsforschung und vor allem über den Vogelflug (berühmt geworden ist besonders seine Zeichnung der Mechanischen Flügel) hielt er in zahlreichen Notizbüchern fest, die er als Linkshänder meist in Spiegelschrift niederschrieb. Aber auch über technische Gerätschaften gibt es Notizen und Zeichnungen von Leonardo: Druckpumpen, Bohrmaschinen, Drehbänke, Fallschirme, Taucherglocken und Kräne beschäftigten seine technische Phantasie. Leonardo gehörte zu den Begründern der Hydraulik und erfand wahrscheinlich das Hygrometer. Auf dem Gebiet der Anatomie plante er eine umfassende Abhandlung über den Körperbau, basierend auf Studien zu Kreislauf, Auge, Herz und Schwangerschaft, und nahm damit bereits zahlreiche medizinische Entdeckungen der Neuzeit vorweg; ein Gedanke, der ihn wohl schon seit der Divina Proportione des Luca Pacioli beschäftigt hatte, an der er als Illustrator beteiligt gewesen war.

Leonardo machte Entdeckungen auf den Gebieten der Meteorologie und Geologie, erkannte die Wirkungen des Mondkreislaufes auf die Gezeiten, ahnte später durch die Wissenschaft bestätigte Erkenntnisse über die Formung der Kontinente voraus und stellte zutreffende Vermutungen über die Entstehung versteinerter Muscheln an. Durch seine Beschäftigung mit nahezu allen Wissensgebieten der damaligen Zeit verkörpert Leonardo selbst exemplarisch das in der Renaissance entwickelte Idealbild eines Homo universalis, des universell gebildeten Menschen.

 

87. Thomas Mann (1875–1955)

Schriftsteller und Kritiker. Er war einer der herausragendsten Vertreter der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Leben und Werk standen im beständigen Widerstreit von künstlerischer Einzelexistenz und sozial engagiertem Dichtertum.

Mann wurde am 6. Juni 1875 geboren. Sein älterer Bruder Heinrich wurde ebenfalls ein geachteter Schriftsteller.

Der Durchbruch zum angesehenen Schriftsteller gelang ihm 1901 mit dem Roman Buddenbrooks. Verfall einer Familie. Das in mancher Hinsicht autobiographische Werk schilderte den Niedergang einer Familie des Lübecker Großbürgertums vor dem Hintergrund einschneidender gesellschaftlich-ökonomischer Wandlungen und brachte erstmals die Polarität Bürger–Künstler, die Mann sein Leben lang beschäftigte, literarisch voll zur Entfaltung. Das Thema beherrschte auch große Teile der 1903 erschienenen Novellensammlung Tristan, darunter die Meistererzählung Tonio Kröger.

1929 wurde er mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet (vorrangig für Buddenbrooks).

Mann verbrachte die letzten Lebensjahre in der Schweiz, zunächst in Erlenbach (Kanton Zürich), später in Kilchberg bei Zürich, wo er am 12. August 1955 starb. Unter den Werken der späten Schaffensphase ragen der Roman Der Erwählte (1951) und die Erzählung Die Betrogene (1953) sowie die Endfassung der Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (1954) hervor.

 

88. Anonymer KZ-Insasse

Konzentrationslager im modernen Sinn wurden erstmals um 1895 im revolutionären Kuba errichtet, wo die spanische Kolonialmacht etwa 400 000 Bauern in befestigten Lagern internierte. Seit 1918 wurden in der Sowjetunion Konzentrationslager zur Internierung von Regimegegnern, Geistlichen, Kulaken und anderen als antikommunistisch eingestuften Personen eingerichtet.

Am bekanntesten sind jedoch die unter der Herrschaft des Dritten Reiches in Deutschland und Osteuropa errichteten Konzentrationslager, die der planmäßigen Judenvernichtung dienten.

Unmittelbar nach ihrer Machtergreifung am 30. Januar 1933 begannen die Nationalsozialisten im Deutschen Reich mit der Errichtung von Konzentrationslagern. Wichtige Hauptlager waren Dachau (errichtet 1933), Sachsenhausen (1936), Buchenwald (1938), Mauthausen (1939), das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (1940), Auschwitz (1941) und Bergen-Belsen (1943).

Im Frühjahr 1934 übernahm die Schutzstaffel (SS) die alleinige Verantwortung für die Konzentrationslager und bildete eigene Wachverbände (Totenkopfverbände) aus. Anfangs wurden vor allem Regimekritiker (Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschaftler, Monarchisten) inhaftiert. Später kamen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Kriminelle, so genannte Arbeitsscheue und "Gewohnheitsverbrecher" hinzu, im 2. Weltkrieg auch Kriegsgefangene.

Die Häftlinge wurden systematisch als Zwangsarbeiter eingesetzt. Unter der Parole "Vernichtung durch Arbeit" wurde ihre Arbeitskraft rücksichtslos ausgebeutet. Schätzungsweise 700 000 bis 800 000 von circa 1,6 Millionen Gefangenen starben in den Konzentrationslagern (ohne Vernichtungslager; diese miteingerechnet starb eine mindestens viermal höhere Anzahl von Menschen). Am grausamsten behandelte man die sowjetischen und polnischen Kriegsgefangenen und besonders die Juden.

 

89. Anne Frank (1929–1945)

Tochter eines jüdischen Bankiers, geboren in Frankfurt/Main.

1933 emigrierte sie mit ihren Eltern nach Amsterdam, wo sich die Franks seit Juli 1942 zusammen mit vier anderen Emigranten in den abgeriegelten Hinterzimmern eines Bürogebäudes versteckten, um der Verhaftung durch die deutschen Besatzungstruppen zu entgehen.

Im August 1944 wurde ihr Versteck entdeckt. Anne starb im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. In den beiden Jahren ihres Amsterdamer Verstecks führte sie in Form von Briefen an ihre fiktive Freundin Kitty ein Tagebuch über ihr Leben in der Abgeschlossenheit, das zu den eindringlichsten Dokumenten jüdischer Schicksale im Dritten Reich gehört. Es ist in niederländischer Sprache verfasst und schwankt zwischen Selbstvertrauen und Zweifeln, Träumen und Alpträumen; am Ende jedoch überwiegt die Zuversicht. Es wurde später im Versteck der Franks gefunden und 1947 unter dem Titel Het Achterhuis (Das Hinterhaus) veröffentlicht (deutsche Übersetzung: Das Tagebuch der Anne Frank, 1950).

1955 wurde der Text von Frances Goodrich und Albert Hackett für die Bühne bearbeitet; er wurde mehrmals verfilmt und in circa 30 Sprachen übersetzt. Zweifel an der Authentizität des Tagebuches wurden durch Untersuchungen des niederländischen Justizministeriums 1986 endgültig ausgeräumt.

 

90. Albertus Magnus

Der bedeutende Theologe Albertus Magnus , auch Albert der Große genannt (um 1200 bis 1280) führte die aristotelische Philosophie in die mittelalterliche Scholastik ein und initiirte das Wiederaufleben der Naturwissenschaft .

 

91 Karl I., der Große

Ateinisch Carolus Magnus, französisch Charlemagne (747–814), König der Franken (768–814) und römischer Kaiser (800–814) aus dem Geschlecht der Karolinger.

Karl wurde am 2. April 747 als Sohn Pippins des Jüngeren und Enkel Karl Martells geboren. 751 hatte Pippin den letzten Merowinger-König entmachtet und sich selbst zum König wählen lassen; 754 hatte ihm Papst Stephan II. mit der Salbung auch die kirchliche Legitimation verliehen. Zugleich erhielten auch Karl und sein jüngerer Bruder Karlmann die Königssalbung und den Titel eines Patricius Romanorum ("Schutzherr der Römer"). 754 und 756 kam Pippin dem Papst in Italien gegen die Langobarden zu Hilfe. Ergebnis dieser Feldzüge war die Errichtung des Kirchenstaates. In der Folge konzentrierte sich Pippin auf die Eroberung Aquitaniens, das erst unter Karl dem Frankenreich angegliedert werden konnte, und Karl begleitete seinen Vater auf den meisten seiner Feldzüge.

Vor seinem Tod 768 hatte Pippin sein Reich unter seinen beiden Söhnen aufgeteilt: Karlmann erhielt die Mittelmeerküste, Burgund und Alemannien, Karl den Rest des Reiches von den Pyrenäen bis nach Thüringen.

 

92. Pablo Picasso

eigentlich Pablo Ruiz y Picasso, (1881–1973), spanischer Maler, Graphiker und Bildhauer, einer der bedeutendsten Wegbereiter und Repräsentanten der Kunst des 20. Jahrhunderts. Picasso wirkte als Begründer neuer Stilrichtungen sowie innovativer technischer Verfahren und war zugleich von einzigartiger Produktivität. Sein Gesamtwerk umfasst annähernd 20 000 Kunstwerke.

Picasso wurde am 25. Oktober 1881 in Málaga als Sohn des Kunstlehrers José Ruiz Blasco und seiner Ehegattin María Picasso y López geboren, mit deren Mädchennamen er ab 1898 seine Bilder signierte. Seine künstlerische Begabung trat bereits in früher Jugend zutage.

Dem einheitlichen Kolorit seiner "Blauen Periode" entspricht ein durchgängig melancholischer Grundton, in dem der Künstler Motive menschlichen Elends (Blinde, Bettler, Trinker, Prostituierte) zur Darstellung brachte (Absinthtrinkerin, 1902; Das Leben, 1903).

In der "Rosa Periode" (1905/06) waren die Welt des Zirkus mit Gauklern, Harlekinen und Akrobaten bevorzugtes Sujets.

Ab 1906 kam es nach dem Vorbild der schwarzafrikanischen Plastik und der Gemälde Cézannes zu einer radikalen Reduktion des Gegenständlichen auf geometrische, kubistische Strukturen (Les Demoiselles d’Avignon; 1907

Ab 1908 schuf er eine Reihe von Landschaftsbildern, die später von einem Kunstkritiker als aus "Kuben", also würfelartigen oder zylindrisch-kristallinen Bildteilen bestehend, beschrieben wurden. Daraus leitete sich der Begriff Kubismus ab, der einer ganzen Kunstepoche den Namen gab. 1912 begann die Serie der "Papiers collés" (Klebebilder). Parallel zu den Gemälden entstanden zu jener Zeit auch experimentelle Plastiken. (Gitarre, 1912; Stier, 1943).

Picasso starb am 8. Dezember 1973 in Südfrankreich.

 

93. Willy Brandt (1913–1992)

Journalist und Politiker (SPD), vierter Bundeskanzler (1969–1974) der Bundesrepublik Deutschland. Willy Brandt wurde als Herbert Ernst Karl Frahm am 18. Dezember 1913 in Lübeck geboren. Schon als Jugendlicher politisch aktiv, schloss er sich 1930 zunächst der SPD an, 1931 wurde er dann Mitglied der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP). Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 emigrierte er nach Norwegen und nahm aus Sicherheitsgründen den Decknamen Willy Brandt an (die formelle Namensänderung erfolgte 1949). In der Folge arbeitete er in Oslo als Journalist und studierte Geschichte. 1936 war er unter falschem Namen, vorgeblich als norwegischer Student, im Untergrund in Berlin tätig. 1938 wurde er von den deutschen Behörden ausgebürgert; 1940 nahm er die norwegische Staatsbürgerschaft an, und noch im selben Jahr musste er nach der Besetzung Norwegens durch die Deutschen seine neue Heimat in Richtung Schweden verlassen. Nach seiner Wiedereinbürgerung 1948 begann Brandt als Vertreter des SPD-Parteivorstands in der geteilten Stadt Berlin seine politische Nachkriegskarriere. Von 1949 bis 1957 gehörte er dem Deutschen Bundestag an. 1957 folgte er Otto Suhr im Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, das er bis 1966 ausübte. 1964 löste er Erich Ollenhauer als Vorsitzender der SPD ab, ein Amt das er bis 1987 beibehielt. Von 1987 bis zu seinem Tod 1992 war er Ehrenvorsitzender seiner Partei.

Konfrontiert mit dem sowjetischen Berlin-Ultimatum 1958 und dem Mauerbau 1961, setzte sich Brandt als Regierender Bürgermeister auf der internationalen politischen Bühne für die Freiheit Westberlins ein.

Wegen seiner Ostpolitik, die innenpolitisch umstritten war, genoss er international hohes Ansehen, und aufgrund seiner außenpolitischen Bemühungen um eine Aussöhnung erhielt er 1971 den Friedensnobelpreis. 1972 konnte er sich knapp gegen ein konstruktives Misstrauensvotum im Bundestag behaupten, das die CDU gegen seine Ostpolitik eingebracht hatte.

1974 trat er im Zusammenhang mit einer Spionageaffäre, der so genannten Guillaume-Affäre, als Bundeskanzler zurück.

Brandt blieb weiterhin Vorsitzender der SPD (bis 1987) und Bundestagsabgeordneter (bis 1992). Er stand der Friedensbewegung nahe Von 1979 bis 1983 war Brandt Mitglied des Europäischen Parlaments, und als Präsident der Sozialistischen Internationale (1976 bis 1992) und der Nord-Süd-Kommission (1977–1989) blieb er vor allem auf internationaler Bühne weiterhin aktiv. Die Vereinigung der beiden deutschen Staaten begrüßte er optimistisch: "Es wächst zusammen, was zusammengehört." Brandt starb am 8. Oktober 1992 in Unkel am Rhein.

 

94. Lotte Lenya

eigentlich Karoline Wilhelmine Charlotte Blamauer, (1898–1981), österreichisch-amerikanische Tänzerin, Schauspielerin und Sängerin (Mezzosopran). Bekannt wurde sie durch ihre Interpretationen der Lieder Kurt Weills. Lenya wurde am 18. Oktober 1898 in Wien geboren. 1914 begann ihre Karriere als Balletttänzerin und Operettensängerin in Zürich; 1920 folgte ihr Debüt als Schauspielerin in Berlin. Nachdem Lenya 1925 den Komponisten Kurt Weill geheiratet hatte, spielte sie eine der Hauptrollen in der ersten gemeinsamen Arbeit Weills mit Bertolt Brecht, Mahagonny (1927), sowie in der Berliner Aufführung der erweiterten (und bekannteren) Version der Oper Der Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (1930). Darüber hinaus wirkte sie sowohl in der Bühnen- als auch in der Filmfassung der Dreigroschenoper (1928) von Weill und Brecht mit.

1933 gingen Lenya und Weill nach Paris, wo sie in Die sieben Todsünden der Kleinbürger, einer weiteren Koproduktion von Brecht und Weill, auftrat. 1935 emigrierte das Paar in die USA. Von 1937 bis 1949 spielte Lenya in drei Broadway-Musicals ihres Mannes. Zwischen 1954 und 1961 stand sie in der New Yorker Inszenierung der Dreigroschenoper auf der Bühne. In dieser Zeit begann auch eine Reihe von Schallplatteneinspielungen Weill’scher Lieder. Für ihre Darstellung in Joe Masteroffs Musical Cabaret wurde Lenya 1966 mit dem Tony Award ausgezeichnet. 1961 erhielt sie den Oscar für die beste weibliche Nebenrolle in The Roman Spring of Mrs Stone. Lenya starb am 27. November 1981 in New York. Die von ihr gegründete Kurt-Weill-Stiftung führt ihre Bemühungen fort, seine Werke zu schützen und zu erforschen.

 

95. Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781)

Schriftsteller. Als Dramatiker und Kritiker war er einer der führenden Vertreter der Aufklärung innerhalb der deutschen Literatur.

Lessing wurde am 22. Januar 1729 im sächsischen Kamenz geboren und studierte Theologie, Philosophie und Medizin in Leipzig und Wittenberg.

Während des Studiums in Leipzig verfasste er mit Der junge Gelehrte (1748) sein erstes Drama. In Berlin betätigte er sich als erfolgreicher und angesehener Theater- und Literaturkritiker. Während dieser Zeit schrieb er auch selbst mehrere Dramen, darunter die Lustspiele Der Freygeist (1749, erschienen 1755) und Die Juden (1749, erschienen 1754). Er gründete 1759 zusammen mit dem Philosophen Moses Mendelssohn und dem Kritiker Christoph Friedrich Nicolai die Zeitschrift Briefe, die neueste Litteratur betreffend (1759–1765). Lessing selbst verfasste für diese zu einem wichtigen Organ der literarischen Öffentlichkeit avancierten Zeitschrift eine Vielzahl von Essays, in denen er u. a. seine Kritik am französischen Klassizismus. Lessings Essays trugen wesentlich dazu bei, dass sich die deutsche Literatur von französischen Einflüssen freimachte.

Nach zwei weiteren Jahren in Berlin folgte er 1767 der Einladung, als Dramaturg am neu gegründeten Deutschen Nationaltheater in Hamburg zu arbeiten (damit war er der erste deutsche Dramaturg überhaupt). Nachdem das Theaterprojekt bereits Ende 1768 gescheitert war, versah Lessing von 1770 bis zu seinem Tod in Braunschweig am 15. Februar 1781 das Amt eines Bibliothekars an der Herzog-August-Bibilothek in Wolfenbüttel.

 

96. Johannes Gutenberg

eigentlich 'Johannes Gensfleisch zur Laden' genannt Gutenberg (lebte um 1400 bis 1468). Er war Drucker und Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern. Gutenberg gilt als erster Europäer, der im Handsatzverfahren mit gegossenen Lettern arbeitete.

Einzelheiten über Gutenbergs Leben und Arbeit sind rar, sein Name ist auf keinem ihm zugeschriebenen Werke festgehalten.

Am 3. Februar 1468 starb Gutenberg in seiner Heimatstadt Mainz, in der man im Gutenbergmuseum die nachgebaute Druckerpresse und seine Werkstatt besichtigen kann.

 

97. Marie Curie

(1867–1934); französische Physikerin und Nobelpreisträgerin.

In Forschungsarbeiten entdeckte sie die chemischen Elemente Radium und Polonium und untersuchte radioaktive Strahlung. Sie legte damit eine der Grundlagen für die moderne Kernphysik.

Marie Curie wurde als Marya Sklodowska am 7. November 1867 in Warschau geboren. Ihr Vater war Physiklehrer. Sie ging 1891 nach Paris (wo sie ihren Namen in Marie änderte) und schrieb sich an der Sorbonne ein. Zwei Jahre später bestand sie die Abschlussprüfung für Physik, in der sie den ersten Platz belegte. 1895 heirateten Marie und Pierre Curie.

Marie Curie interessierte sich für die jüngsten Entdeckungen von Strahlungen. Wilhelm Conrad Röntgen hatte die Röntgenstrahlen 1895 entdeckt; 1896 hatte Antoine Henri Becquerel das Element Uran mit ähnlichen Strahlungseigenschaften gefunden. Curie begann, diese Strahlung des Urans zu untersuchen. Mittels piezoelektrischer Verfahren, die ihr Ehemann entwickelt hatte, verfolgte sie die von Pechblende – einem uranhaltigen Erz – ausgehende Stahlung. Als sie feststellte, dass die Strahlung des Erzes intensiver war als die des Urans, folgerte sie, dass im Erz noch unbekannte Elemente vorhanden sein müssen, deren Radioaktivität die des Urans übersteigt. Marie Curie war die erste, die den Begriff radioaktiv zur Beschreibung von Elementen verwendete, die bei der Spaltung ihrer Atomkerne Strahlung abgeben.

1898 gab Marie Curie dann die Entdeckung zweier neuer Elemente bekannt: Polonium (von Marie zu Ehren Polens so genannt) und Radium. 1903 erhielten sie und ihr Mann Pierre gemeinsam mit Becquerel den Nobelpreis für Physik für die Entdeckung radioaktiver Elemente. Marie Curie war damit die erste Frau, die einen Nobelpreis entgegennehmen konnte.

1911 erhielt sie – ein noch nie dagewesener Fall – einen zweiten Nobelpreis, dieses Mal in Chemie, für ihre Arbeit zum Radium und zu Radiumverbindungen. Sie wurde 1914 die Leiterin des Pariser Radiuminstituts und half bei der Gründung des Curie-Instituts.
Marie Curie erkrankte an perniziöser Anämie, die durch eine Überdosis Strahlung ausgelöst worden war. Sie starb am 4. Juli 1934.

 

98. HA Schult

 

99. Rainer Maria Fassbender

 

100. Rudi Dutschke (1940–1980)

Rudi Dutschke war ein deutscher Studentenführer.

Er wuchs in der ehemaligen DDR auf und durfte wegen der Verweigerung des "freiwilligen" Eintritts in die Armee nicht studieren.

Später wurde er Organisator und Theoretiker studentischer Protestaktionen.

1966–1968 brachen große Osterunruhen in der Bundesrepublik aus, da auf Rudi Dutschke ein Attentat verübt wurde.

 

101. Sergej Michajlowitsch Eisenstein

(1898–1948), sowjetischer Filmregisseur, Filmtheoretiker und Schriftsteller. Eisenstein wurde am 23. Januar 1898 als Sohn eines deutschen Vaters und einer russischen Mutter in Riga geboren. In Sankt Petersburg studierte er Bauingenieurwesen und Architektur.

Nach gelegentlicher Tätigkeit als Amateurschauspieler schloss sich Eisenstein 1921 dem Theaterkollegium am Moskauer Proletkult-Theater an und arbeitete auch am Theater des prominenten Wsewolod Mejerchold.

Es folgten filmtheoretische und -praktische Studien bei Kuleshow, und gleich sein erster Film, Statschka (Streik), brachte ihm 1925 in Paris einen Preis ein. Bereits dort war ansatzweise der Stil entwickelt, der ihn zukünftig als innovativen Meister seines Faches ausweisen sollte: schnelle Schnittfolgen, straffe Handlungsbögen, kühne Perspektiven und plakative Bilder, die in einer Montage dynamisch verbunden werden. Als Klassiker des Stummfilmgenres und als einer der besten Filme, die je gedreht wurden, gilt sein Bronenosec Potemkin (1925; Panzerkreuzer Potemkin).

Spätere Werke Eisensteins verrieten deutlicher den ideologischen Hintergrund. z.B. in seinem Film über die Oktoberrevolution, Oktjabr (1928; Oktober/Zehn Tage, die die Welt erschütterten).

 

102. Marcel Proust (1871–1922)

französischer Schriftsteller. Sein siebenteiliges Lebenswerk À la recherche du temps perdu (1913–1927; Auf der Suche nach der verlorenen Zeit) gehört mit Ulysses von James Joyce und Der Mann ohne Eigenschaften von Robert Musil zu den größten Romanepen des 20. Jahrhunderts und der Weltliteratur überhaupt.

Proust wurde am 10. Juli 1871 in Paris geboren. Nach einem abgebrochenen Studium führte er in den mondänen Pariser Salons die Existenz eines Lebemannes.

Nach dem traumatisch empfundenen Tod seiner Mutter 1905 floh Proust, der zudem seit seiner Kindheit an einer Asthmaerkrankung litt, aus der rauschhaften Salonatmosphäre ins selbst gewählte Exil des Privatlebens. Er verbrachte den Rest seines Lebens in einem schalldichten, mit Korkplatten isolierten Raum am Pariser Boulevard Haussmann. Dort widmete er sich seit 1908 mit manischer Akribie dem Romanzyklus À la recherche du temps perdu.

Prousts Romanzyklus übte großen Einfluss auf die Literatur des 20. Jahrhunderts aus, so auf den Nouveau roman und die Prosa Hermann Burgers. Samuel Beckett spielt im absurden Theaterstück En attendant Godot (1953; Warten auf Godot) in der Eingangsszene versteckt auf eine in der Recherche geschilderte Erfahrung unwillkürlicher Erinnerung an.

Prousts Themenspektrum beschäftigte sich meist mit Subjektivitätsproblematik, Mutterbindung, Krankheit, Tod und dem Snobismus der Pariser Gesellschaft.
Proust starb am 18. November 1922.

 

103. William Shakespeare (1564–1616)

englischer Schriftsteller, Schauspieler und Dichter. Er ist der bedeutendste und einflussreichste Dramatiker der Weltliteratur. Da kaum biographische Dokumente existieren, ist das Lebensbild Shakespeares nur unzuverlässig und bruchstückhaft zu rekonstruieren.

Er wurde vermutlich am 23. April 1564 in Stratford-upon-Avon (Warwickshire) als Sohn des Tuchhändlers John Shakespeare und seiner Ehegattin Mary Arden geboren. Shakespeare war bereits 1592 als Schauspieler und Bühnenautor ein Begriff. Obwohl das Echo der literarischen Kritik auf seine Stücke eher verhalten ausfiel, wurden sie am Hofe von Königin Elisabeth I. und König Jakob I. häufiger aufgeführt als die anderer zeitgenössischer Dramatiker.

Er starb am 23. April 1616.

Obwohl die Entstehungszeit zahlreicher Werke Shakespeares nicht exakt zu datieren ist, wird seine Schaffenszeit im Allgemeinen in vier Perioden unterteilt: (1) die Zeit bis 1594, (2) die Jahre von 1594 bis 1600, (3) die Jahre von 1600 bis 1608 und (4) die Zeit nach 1600.

Die während der ersten Periode entstandenen Stücke waren unterschiedlichster Art. Einige damals populäre historische Chronikdramen, sind Henry um 1590 und Titus Andronicus um 1592.

Die markanteste unter den Komödien der zweiten Periode ist A Midsummer Night’s Dream (um 1595, Ein Sommernachtstraum), As You Like It (um 1599, Wie es euch gefällt).

Zu Shakespeares später populärsten Stücken zählt die romantische Komödie Romeo and Juliet (um 1595, Romeo und Julia), die in poetischer Weise die Problematik einer Jugendliebe im Spannungsfeld zweier verfeindeter Familien im mittelalterlichen Verona schildert.

Während der vierten Periode treten märchenhaft-phantastische Elemente und der Themenkomplex menschlicher Leidenschaften in den Vordergrund, z.B. Pericles Prince of Tyre und Cymbeline.

Der von der Stiftung F. V. S. in Hamburg 1935 begründete Shakespeare-Preis wird seit 1967 alljährlich an verdiente Geisteswissenschaftler aus dem englischen Sprachraum vergeben.

 

104. Albert Einstein (1879–1955)

deutsch-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger, weltweit bekannt als Schöpfer der speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie sowie durch seine Hypothese zur Teilchennatur des Lichtes. Er ist der wohl berühmteste Naturwissenschaftler des 20. Jahrhunderts.

Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm geboren. Er lernte erst mit drei Jahren sprechen, glänzte aber als Jugendlicher mit seinem Wissen über die Natur sowie mit seiner Fähigkeit, schwierige mathematische Auffassungen zu verstehen.

In Zürich schrieb er sich für ein Physikstudium ein, versäumte aber oft den Unterricht, um eigenständig Physik zu studieren. Sein Studium schloss er 1900 mit Hilfe der Aufzeichnungen eines Mitschülers ab. Seine Professoren schätzten seine Leistungen gering ein und empfahlen ihn nicht für eine Laufbahn an der Universität.

Im Jahr 1905 erhielt Einstein von der Universität Zürich seine Doktorwürde für eine theoretische Dissertation über Moleküle. Er veröffentlichte mehrere theoretische Artikel, die für die Entwicklung der Physik im 20. Jahrhundert von zentraler Bedeutung waren.

1916 wurde Einsteins allgemeine Relativitätstheorie veröffentlicht. In dieser Theorie werden die Wechselwirkungen zwischen Körpern, die vordem den Gravitationskräften zugeschrieben worden waren, als Einwirkung der Körper auf die Geometrie der Raum-Zeit erklärt; dies ist eine vierdimensionale Struktur, eine mathematische Abstraktion mit den drei Dimensionen des euklidischen Raumes und der Zeit als vierter Dimension.

Auf der Basis der allgemeinen Relativitätstheorie erklärte Einstein die bis dahin unerklärbaren Schwankungen in der Bahnbewegung von Planeten und sagte die Beugung des Sternenlichtes in der Nachbarschaft großer und schwerer Körper, beispielsweise der Sonne, voraus. Die Bestätigung des letztgenannten Phänomens während einer Sonnenfinsternis 1919 wurde ein Ereignis; Einsteins Ruhm verbreitete sich in der ganzen Welt.

Einstein erhielt von zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften der Welt Ehrungen und Preise, 1922 den Nobelpreis für Physik.

Als Adolf Hitler 1933 an die Macht kam, beschloss Einstein in den USA zu bleiben. Nach dem Krieg setzte sich Einstein für internationale Abrüstung und den Zionismus ein. Er lehnte das Angebot von führenden Politikern Israels ab, Präsident dieses Staates zu werden. Einstein starb am 18. April 1955 in Princeton (USA).

 

105. Agrippina von Nettersheim

 

106. Honoré de Balzac

eigentlich Honoré Balssa, (1799–1850), französischer Schriftsteller. Er ist einer der bedeutendsten Romanautoren der Weltliteratur. Mit seinem gewaltigen Zyklus Comédie humaine (Die menschliche Komödie) gilt er als Begründer des soziologischen Romans.

Balzac wurde am 20. Mai 1799 in Tours geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Unternehmungen als Verleger und Druckereibesitzer endeten 1827 im Konkurs. Die daraus ebenso wie aus einem luxuriösen Lebensstil resultierende Schuldenlast beeinträchtigte ihn finanziell für den Rest seines Lebens.

1829 errang Balzac einen ersten literarischen Erfolg mit den Romanen Physiologie du Mariage (Physiologie der Ehe), der mit seiner rational-zynischen Betrachtung des Themas einen Skandal provozierte, sowie mit Le dernier Chouans ou la Bretagne en 1800. Letzterer wurde 1834 unter dem Titel Les Chouans ou la Bretagne en 1799 in den Zyklus der menschlichen Komödie (Comédie humaine, 1829–1854) aufgenommen.

Fortan entstand in einem Schaffensrausch, der in der Weltliteratur kaum eine Parallele aufweist, ein breit angelegtes Romanwerk. Innerhalb von 20 Jahren, die er zum Teil unter dem Einfluss seiner Geliebten Madame de Berny verbrachte, verfasste Balzac fast 100 Romane sowie diverse Erzählungen, Dramen und Essays. Seit 1832 stand der Autor zudem in Korrespondenz mit der polnischen Gräfin Evelina Hanska-Rzewuska, die er kurz vor seinem Tod 1850 heiratete. Balzac starb am 18. August 1850 in Paris.

 

107. Gustaf Gründgens (1899–1963)

deutscher Schauspieler und Regisseur.

Gründgens wurde am 22. Dezember 1899 in Düsseldorf geboren.

1934 wurde er Intendant, 1937 dann Generalintendant des Preußischen Staatstheaters in Berlin. In dieser Zeit entstanden Aufführungen von Shakespeares King Lear, Goethes Faust, Lessings Emilia Galotti und Büchners Dantons Tod. Gründgens selbst spielte den Julius Caesar, den Hamlet und Richard II. (Shakespeare) sowie Fiesco und Franz Moor (Schiller).

1947 wurde er zum Direktor der Städtischen Bühnen Düsseldorf berufen, ab 1955 leitete er als Generalintendant das Hamburger Schauspielhaus. 1963 legte er sein Amt nieder.

1957 spielte er zum ersten mal die Theaterinszenierung von Goethes Faust, mit ihm als Mephisto. 1960 verfilmte er die Inszenierung auch wieder mit ihm als Mephisto.

Der Schauspieler starb am 7. Oktober 1963 während einer Weltreise in Manila.

 

108. Marlene Dietrich

Filmschauspielerin und Sängerin, geboren in Berlin am 27.12.1901. Nach dem Tod ihres Vaters heiratete ihre Mutter Eduard von Lasch. Seit 1922 war sie als Schauspielerin tätig sowie im Stummfilm. 1930 wurde sie mit dem Tonfilm

"Der Blaue Engel" weltbekannt. Sie lebt seither meist in den Vereinigten Staaten (amerikanische Staatsbürgerin seit 1937) und arbeitet vorwiegend für den amerikanischen Film. In den letzten Jahren machte sie als gefeierte Dissense Tourneen durch die Vereinigten Staaten und Europa.

 

109. Galileo Galilei

Galilei wurde am 15. Februar 1564 in Pisa geboren.

1581 schrieb er sich an der Universität in Pisa ein, um Medizin zu studieren , danach wandte er sich der Philosophie und Mathematik zu.

Galilei gab der Kopernischen Theorie (Nach der sich die Erde um die Sonne dreht) gegenüber dem ptolemäischen Weltbild Vorrang.

Galileo Galilei starb am 8. Januar 1642 in Arcetri bei Florenz.

 

110. Charly Chaplin

Eigentlich Charles Spencer, englischer Filmschauspieler. Geboren am 16.4.1889 in London; Autor, Regisseur, Chararter-Darsteller, Komiker,Komponist,Produktionsleiter

Seit dem 7.Lebensjahr beim Theater London, kam Charles mit einer

Schauspieltruppe 1910 nach Amerika. Erster Film mit Chaplin war "Kid`s auto races"(1914). 1918 gründete er seine eigene Firma und wurde Teilhaber bei der United Artist. In Deutschland wurde Chaplin zu erst vor allem durch " The Kid" bekannt. Hauptdarsteller seiner Filme ist er selbst. In den früheren Filmen stets

in der komischen Maske eines melancholischen Vagabunden, der durch die Tücke des Objektes oder die Bosheit der Mitmenschen unschuldig immer wieder in Gefahr gerät und auf abenteuerlische Weise gerade noch davonkommt. Viele Filme Chaplins zählen zu den Meisterwerken der Filmkunst, besonders " Gold rush" (1925 , dt. " Goldrausch" Neufassung 1942 ). Der Film "The great dictator" entstand 1940 als Anspielung auch Adolf Hitler.

 

111. Romy Schneider

eigentliche Rosemarie Magdalene Albach, Filmschauspielerin.

Geboren am 23. September 1938 in Wien. Tochter des Schauspielerpaares Magda Schneider und Wolf Albach – Retty.

Romy Schneider trat zuerst hervor als Darstellerin der österreichischen Kaiserin Elisabeth in den Sissi Filmen.

Sie entwickelte sich dann im internationalen Film als Charakterdarstellerin.

 

112. Teresa (Mutter Teresa)

eigentlich Agnes Gonxha Bojaxhio, (1910–1997), aus Albanien (heute Makedonien) stammende indische Ordensgründerin.

Agnes Gonxa Bojaxhio wurde am 27. August 1910 im albanischen Skopje geboren. Als Tochter eines Bauunternehmers wuchs sie in wohlhabenden Verhältnissen auf. Mit 18 Jahren beschloss sie, Nonne zu werden, und reiste nach Irland, um den Schwestern von Loreto beizutreten. Bereits im Mai 1931 hatte sie zu Ehren der heiligen Teresa von Ávila ihren Ordensnamen Teresa angenommen. Während ihrer Tätigkeit als Direktorin einer Missionsschule für Mädchen in Kalkutta beschloss sie, das Elend im Land zu bekämpfen. 1948 gab sie ihren Posten auf und beschloss getreu ihrem Lebensmotto "Ich bin nur ein kleines Kabel – Gott ist der Strom", sich ganz den Sterbenden, Waisen und Kranken (vor allem den Leprakranken) zuzuwenden.

1950 gründete Teresa in Kalkutta den Orden Missionaries of Charity (Missionarinnen der Nächstenliebe), der später vom Papst anerkannt wurde. 1962 wurde unter der Leitung von Mutter Teresa die Leprakolonie Shanti Nagar (Stadt des Friedens) eröffnet. Inzwischen ist der Orden, dem auch ein Zweig für Männer angeschlossen ist, weltweit verbreitet und zählte 1997 insgesamt mehr als 5 000 Mitglieder. Dem Orden unterstehen in 115 Ländern mehr als 550 Waisenhäuser, Kliniken und Schulen. Neue Mitglieder müssen bei ihrer Aufnahme vier Gelübde ablegen, mit denen sie sich zu einem Leben in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam sowie zum Leben im Dienst der Bedürftigen verpflichten.

Bei der Verleihung des Friedensnobelpreises 1979 hatte sie bereits den Schwangerschaftsabbruch als "die größte Bedrohung des Weltfriedens" angegriffen.

1971 erhielt sie den erstmals verliehenen Friedenspreis des Papstes, 1979 dann den Friedensnobelpreis. Im März 1997 gab sie krankheitsbedingt die Leitung der Missionaries of Charity ab; am 5. September 1997 starb sie in Kalkutta.

 

113. Barbie Erfolgsstory einer knackigen Blondine

Seit die dänische Newcomerband "Aqua" mit ihrem Song "Barbie Girl" in den deutschen Charts ganz oben stand, ist die knackige Blondine in Deutschland wieder in aller Munde.

Barbie schwirrt allerdings schon seit 1964 in deutschen Kinderzimmern umher. In den USA gibt es die Teenager-Puppe jedoch bereits seit 1959.

Heute wird weltweit alle zwei Sekunden eine Barbie gekauft.

In der "Bild"-Zeitung wurde in den fünfziger Jahren eine Comicfigur namens Lilli veröffentlicht. Durch einen Zufall entdeckten damals die Mattel-Gründer Ruth und Elliot Handler Lilli als Puppe in einem Luzerner Schaufenster. Das amerikanische Paar erwarb die Rechte an ihr und verwandelte sie in Barbie,
die erste "erwachsene" Puppe. Handlers Tochter Barbara diente dabei als Namensgeberin.

Von den ersten Barbies gleicht keine der anderen, die Gesichter wurden nämlich noch von japanischen Fabrikarbeitern mit der Hand bemalt. In den sechziger Jahren diente unter anderem das Londoner Modell Twiggy als Vorlage für eine Barbie. Mit Bubikopf und Kleidern im Mary-Quandt-Stil. Die Design-Ideen für ihre Kleider stammten sogar von Haute-Couture-Häusern wie Dior und Chanel.

Ende der 60er Jahre wurde Barbie zum Hippie mit langen Haaren, Stirnband und Batikhosen mit Schlag. Ihre Familie hatte sich mittlerweile auf ihren Freund Ken, ihre kleine Schwester Skipper, Kens Freund Brad sowie ihre schwarze Freundin Francie erweitert.
1977 folgte dann die Umwandlung in die moderne Barbie, wie wir sie alle kennen. Das blonde Schönheitspüppchen mit leuchtend blauen Augen, strahlendem Zahnpastalächeln, Superbusen, schmalen Hüften und langen Beinen. Barbie setzte auf selbstbewußtes Auftreten, so wie die moderne berufstätige Frau. Sie trug ihre eigene Mode und war z.B.: Krankenschwester, Stewardess, Rocksängerin, Astronautin, Tänzerin und jobbte bei McDonalds.

Anfang der 80er beendete Barbie ihr Medizinstudium, wurde Managerin und Pilotin. Den größten Erfolg feierte sie dann 1992, als sie Präsidentschaftskandidatin wurde. Für eine Plastikpuppe eine ganz schöne Karriere.

Ihre Ausstattung stand ihrem beruflichen Aufstieg in nichts nach: Die kesse Blondine fuhr mit ihrem Jaguar-Cabriolet durch die Gegend und machte mit ihrem Pferd die Gegend unsicher. Natürlich hatte Barbie auch längst ihr eigenes Haus, inklusive Badezimmer, Waschmaschine, Trockner und ähnlich schönen Dingen. Natürlich alles in ihrer Lieblingsfarbe pink.

Mit ihren Supermaßen 101-48-90, die im wirklichen Leben niemals erreichbar sind, ist sie für viele zu einem Idealbild von Frau geworden. Einige Wissenschaftler und Organisationen behaupten gar, Barbie fördere das Denken zum Dünnsein. Sie sei die Verkörperung eines Schönheitsideals und treibe Millionen von Frauen in den Diätwahn.

Ob diese Vorwürfe eine Rolle gespielt haben? Nach 20 Jahren hat Mattel sich jedenfalls jetzt entschlossen, Barbie einer Schönheitsoperation zu unterziehen. Sie soll auf Normalmaß gestutzt werden und dabei einen vollkommen neuen Look erhalten. Der Busen wird kleiner, die Taille breiter, die blonden Haare werden braun und ihr Lächeln verschwindet ganz. Barbie soll jünger, hipper und cooler aussehen. Eben wie das Mädchen von nebenan.

 

114. Karl Valentin

 

115. Heinrich Böll

Geb. am 21, Dezember 1917 in Köln.

Heinrich Böll war Buchhandelslehrling ,studierte Germanistik in Köln,

lebte dort seit 1947 als freier Schriftsteller.

Seine dichte realistische Darstellung der seelischen und materiellen Nöte der Menschen in der Zeit des Kieges und der Nachkriegszeit, haben seinen Werken , auch im Ausland zu großem Erfolg verholfen.

 

116. Bettina von Arnim

eigentlich Anna Elisabeth von Arnim, geborene Brentano (1785–1859), Dichterin. Sie war die Enkelin der Sophie von La Roche und die Schwester des Romantikers Clemens Brentano.

Bettina von Arnim wurde am 4. April 1785 in Frankfurt am Main geboren. 1811 heiratete sie den Freund ihres Bruders, Achim von Arnim, mit dem sie sieben Kinder hatte.

Berühmt wurde ihre Korrespondenz mit Karoline von Günderode (Die Günderode, 1840) und ihrem Bruder (Clemens Brentanos Frühlingskranz, 1844). Ihren Briefwechsel mit Johann Wolfgang von Goethe und dessen Mutter, gestaltete sie in dem Werk Goethes Briefwechsel mit einem Kinde (1835) so phantasiereich um, dass er einem Prosawerk gleicht.

Später wandte sich Bettina von Armin von der Romantik ab und verfasste liberale und politische Abhandlungen wie Dies Buch gehört dem König (1843). Sie beschäftigte sich auch mit frauenrechtlichen Fragen und engagierte sich für politische Gefangene.
Bettina von Arnim starb am 20. Januar 1859 in Berlin.

 

117. Salman Rushdie

 

118. Joseph Beuys

deutscher Zeichner, Bildhauer, Objekt- und Aktionskünstler.

Beuys wurde am 12. Mai 1921 in Krefeld geboren. Er studierte zunächst Malerei und Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf (1947–1952). Anschließend (bis 1954) wurde er Meisterschüler bei Ewald Mataré und Joseph Enseling.

1961 übernahm er den Lehrstuhl für monumentale Bildhauerei, der ihm 1972 wegen massiver Streitigkeiten mit dem damaligen Bildungsminister Johannes Rau entzogen wurde. 1978 erklärte das Verwaltungsgericht die Kündigung als nicht rechtmäßig, Beuys wurde wieder Professor in Düsseldorf und engagierte sich bald darauf bei der Gründung der Partei der Grünen.

Er starb am 23. Januar 1986.

Beuys Erlebnisse als Kampfflieger im 2. Weltkrieg, in dem er eine schwere Kopfverletzung erlitt und nach eigener Aussage anschließend von Krim-Tataren gesundgepflegt wurde, prägten ihn und seine Kunst nachhaltig. Besonders seine auffallende Affinität zu den Materialien Fett und Filz, mit denen Beuys Wärme und Geborgenheit assoziierte, soll hierauf zurückzuführen sein.

Die Motive, die sich durch das gesamte Schaffen des Künstlers ziehen sind : Biene, Elch, Hirsch, Hase, weibliche Archetypen, Knochen, Zeichen.

Beuys’ erweiterter anthropologischer Kunstbegriff geht von einem Gegensatz von Wärme und Kälte, Entwicklung und Erstarrung, Kreativität und Rationalisierung aus und führt zu dem, was Beuys, im gesellschaftlichen Zusammenhang gedacht, als soziale Plastik bezeichnete. In Objekten aus Fett (Fettstuhl, 1964), Filz (Warmer Spazierstock, 1968, Filzanzug, 1970), Kupfer (Fond II, 1968), Bronze (Straßenbahnhaltestelle, 1976), Honig (Honigpumpe am Arbeitsplatz, 1977) sowie verschiedenen anderen Lebensmitteln (Wirtschaftswerte, 1980) brachte Beuys alltägliche, bei ihm jedoch hochgradig symbolbehaftete Materialien in die Umsetzung seiner Theorie der sozialen Plastik ein.

 

119. Else Lasker-Schüler

Eigentlich Elisabeth Lasker-Schüler, (1869–1945), Schriftstellerin.

Ihr literarisch eigenständiges Werk beeinflusste den literarischen Expressionismus, zu dessen Berliner Kreis sie zeitweise gehörte – und den sie im eigenen Spätwerk überwand. Ihre Lyrik ist geprägt von starker Emotionalität, die zunehmend religiös-mythisierende Züge annimmt.

Lasker-Schüler wurde am 11. Februar 1869 als Tochter eines Großrabbiners in Elberfeld (heute ein Stadtteil Wuppertals) geboren und führte ein äußerst unstetes Leben. Nach Schulabbruch und Privatunterricht im Bankiershaushalt der Eltern zog sie 1894 mit ihrem ersten Mann Berthold Lasker nach Berlin, wo sie zur Boheme gehörte. Die Freundschaft zu Peter Hille brachte sie in Kontakt mit der dortigen Künstlerkolonie Neue Gemeinschaft.

Lasker-Schülers erster, bereits in eskapistisch-traumhaften Bereichen angesiedelter Gedichtband Styx erschien 1902, der Prosa-Erstling Der siebente Tag 1905. Ein Jahr später kam Lasker-Schülers Peter-Hille-Buch heraus. 1909 erschien mit Die Wupper das erste Drama der Autorin, 1910 kreierte sie die Selbstbezeichnung Prinz von Theben, ein Beleg für Lasker-Schülers Hang zur literarischen Flucht in orientalisch-märchenhafte Bereiche. Als ein Höhepunkt ihres lyrischen Schaffens gelten die apokalyptisch-ekstatischen Hebräischen Balladen (1913).

1932 erhielt Lasker-Schüler den Kleist-Preis zugesprochen. Nach der Machtergreifung Adolf Hitlers 1933 musste sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft das nationalsozialistische Deutschland verlassen; sie floh in die Schweiz: Ihr zuvor entstandenes christlich-jüdisches Versöhnungsdrama Arthur Aronymus wurde nicht mehr aufgeführt. 1937 übersiedelte Lasker-Schüler nach Jerusalem, wo sie verarmt am 22. Januar 1945 starb.

 

120. Ulrich Zwingli

Eigentlich Huldrych, Huldreich, (1484–1531), schweizerischer Theologe und Reformator.

Zwingli wurde am 1. Januar 1484 in Wildhaus bei Sankt Gallen geboren. Er studierte scholastische Theologie in Wien und Basel (1498–1506).

Seit 1506 war Zwingli Pfarrer in Glarus. In den Schlachten von Novara und Marignano war er als Feldprediger tätig. Erfahrungen, die er als Militärseelsorger machte, veranlassten ihn, das Söldnertum öffentlich zu verurteilen. 1516 wurde er zunächst Priester in Einsiedeln und dann 1519 am Großmünster in Zürich.

Ab 1514 stand Zwingli unter dem Einfluss der humanistischen Schriften des Erasmus von Rotterdam, später vertiefte er seine humanistisch-religiösen Studien durch die Lektüre der Schriften des Augustinus und des Paulus, ab 1520 beschäftigte er sich intensiv mit dem Werk Martin Luthers. 1522 veröffentlichte er eine Schrift, die sich gegen das Fastengebot der Kirche richtete.

1529 mündeten die Feindseligkeiten zwischen den katholischen und protestantischen Kantonen in einen offenen Bürgerkrieg, in den so genannten 2. Kappeler Krieg. Am 10. Oktober 1531 wurde Zwingli, der die protestantischen Truppen als Feldprediger begleitete, bei Kappel am Albis verwundet und später von den Katholiken getötet. Die Reformation in der Schweiz wurde durch Johann Calvin und Heinrich Bullinger weitergeführt.

 

121. Innozenz IV. (ca. 1200 bis 1254)

Als Sinibaldo Fieschi in Genua geboren, studierte er Rechtswissenschaft in Parma und Bologna.

1225 wurde er zum Bischof von Albenga geweiht und 1227 zum Kardinal ernannt.

Nach seiner Wahl zum Papst nahm Innozenz den Kampf gegen Friedrich II. auf, der danach strebte, die absolute Kaiserherrschaft zu begründen. Nach fruchtlosen Verhandlungen mit Friedrich floh der Papst, der sich in Rom nicht sicher fühlte, nach Frankreich. Dort berief er das 1. Konzil zu Lyon (1245), auf dem Friedrich wieder für schuldig befunden und abgesetzt wurde. Innozenz empfahl daraufhin den deutschen Fürsten, einen neuen Kaiser zu wählen, und unterstützte zuerst den Landgrafen Heinrich Raspe von Thüringen und später Wilhelm II. von Holland. Nach Friedrichs Tod 1250 kehrte Innozenz im Triumph nach Rom zurück, worauf ein Kampf gegen Friedrichs Sohn Konrad IV. folgte, der bis zu Innozenz’ Tod andauerte.

 

122. Martin Luther King (1929–1968)

Martin Luther King war ein afro-amerikanischer Bürgerrechtler.

Er setzte sich für die Gleichberechtigung der Afro-Amerikaner ein und gewann 1963 den Friedensnobelpreis.

1964 wurde er in Memphis ermordet.

 

123. Neil Alden Armstrong (*1930)

amerikanischer Astronaut.

Im Juli 1969 setzte Armstrong als Kommandeur der Mondmission Apollo 11 als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond. Seine Begleiter bei der Mission waren Aldrin, Edwin Eugene, jun. und Michael Collins.

1971 wurde Armstrong Professor für Raumfahrttechnik an der Universität von Cincinnati.

 

124. Iwan IV. Wassiljewitsch (von Russland)

genannt der Schreckliche, (1530–1584), Großfürst von Moskau (1533–1547) und erster Zar von Russland (1547–1584).

Iwan wurde am 25. August 1530 in Moskau geboren. Er war der Enkel Iwans III. und der Sohn Wassilijs III., dessen Nachfolge er im Alter von drei Jahren antrat. Er stand zunächst unter der Regentschaft seiner Mutter, und nach deren Tod 1537 führten einander sich ablösende, rivalisierende Gruppen von Bojaren (niederer Adel) die Regierung. Die zum Teil blutigen Konflikte zwischen den Bojaren, die Iwan in jungen Jahren miterlebte, prägten seinen Charakter: Er wurde nahezu krankhaft misstrauisch und brutal.

Als er 1547 die Volljährigkeit erreicht hatte, ließ sich Iwan als erster russischer Herrscher nach byzantinischem Ritus krönen und nahm den Zarentitel an. 1549 berief er den Zemskie Sobor ein, die erste Nationalversammlung in Russland, und begann mit einer umfassenden Reform des Rechtswesens, der Verwaltung und der Armee zur Stärkung der Zentralgewalt. Mit der Eroberung der Tataren-Khanate Kasan (1552) und Astrachan (1556) brachte er das gesamte Wolgagebiet unter seine Kontrolle und setzte somit der Bedrohung Russlands durch die Tataren ein Ende. Er führte einen langwierigen Krieg gegen Livland (1558–1583), um einen Zugang zur Ostsee zu erreichen, blieb am Ende aber ohne Erfolg.

Nach 1560 wurde Iwans Herrschaft zusehends unberechenbarer und grausamer. Er umgab sich mit einer Leibgarde aus niederem Dienstadel und Abenteurern, den so genannten Opritschniki, die Teile des Landes despotisch verwalteten und den alten Hochadel terrorisierten und verfolgten. 1570 ließ Iwan die Stadt Nowgorod verwüsten und Tausende Einwohner töten, weil ihm – wenn auch aus fragwürdiger Quelle – zugetragen wurde, dass die Nowgoroder gegen ihn konspirierten. Zehn Jahre später erschlug er in einem Wutanfall sogar seinen ältesten Sohn. Anfang der achtziger Jahre des 16. Jahrhunderts begann Iwan, die russische Expansion nach Sibirien voranzutreiben; 1581 bis 1583 brachte der Kosake Jermak Timofejewitsch einen Großteil des Ob-Beckens unter russische Kontrolle. Iwan starb am 18. März 1584.

 

125. Lorenzo de Medici

 

126. Mahatma Gandhi

genannt Mahatma, (1869–1948), Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung und Verfechter des gewaltlosen Widerstands zur Durchsetzung politischer Ziele.

Gandhi wurde am 2. Oktober 1869 in Porbandar im heutigen Bundesstaat Gujarat geboren, studierte in London Jura und ließ sich 1891 in Bombay als Anwalt nieder. 1893 ging er als Rechtsberater einer indischen Firma nach Durban in der britischen Kronkolonie Natal in Südafrika, wo er sich als Angehöriger einer "niederen Rasse" behandelt sah. Er nahm er unverzüglich den Kampf für die Grundrechte der Inder in Südafrika auf.

1914 kehrte Gandhi nach Indien zurück und übernahm die Führung in einem schwierigen Konflikt: dem Kampf der Inder für die Selbstverwaltung. Nach seiner vorzeitigen Entlassung aus dem Gefängnis 1924 zog sich Gandhi zunächst aus der großen Politik zurück und widmete sich einer Kampagne zur gesellschaftlichen Anerkennung der kastenlosen Parias, der Unberührbaren.Im September 1932 begann Gandhi im Gefängnis ein "Fasten bis zum Tode.

Am 30. Januar 1948 wurde Gandhi auf dem Weg zu seiner abendlichen Gebetsversammlung von Nathuram Godse, einem fanatischen Hindu, ermordet. Am 30. Januar 1997, 49 Jahre nach Ghandis Tod, wurde auf Beschluss des obersten Gerichts von Indien ein letzter Rest der Asche Ghandis, die seit 1950 in der indischen Staatsbank aufbewahrt worden war, in den Ganges gestreut.

 

127. John F. Kennedy

 

128. Giacomo Casanova

Ciacomo Casanova, italienischer Abenteurer und Schriftsteller, geboren in Venedig.

Seine Eltern, beide Schauspieler, hatten für ihn das Priesteramt vorgesehen, mit 16 Jahren wurde er allerdings wegen ungebührlichem Benehmens aus dem Priesteramt ausgeschlossen.

In seinen Memorien erzählt er von seinen Abenteuern und Liebesaffären.

 

129. August Strindberg

 

130. Richard Wagner (1893–1970)

Richard Wagner war ein bekannter Physiologe.

1929 machte er seinen Prof. in Graz, 1932 in Erlangen, 1934 in Breslau, 1938 in Innsbruck und 1941 in München.

Wagner entdeckte bereits 1925 die Grundprinzipien der biologischen Regelvorschläge für die N. Wiener 25 Jahre später den Begriff "Kybernetik" prägte.

Eine Zusammenfassung gab Wagner 1954 in : Probleme und Beispiele der biologischen Regelung.

Hauptwerke:

(1942) Neue Methodik fortlaufender Blutdruckregistrierung am Menschen

(1954) Probleme und Beispiele biologischer Regelung.

(Anmerkung: Das ist natürlich ein anderer Richard Wagner als der auf dem Bild. Aber weil alles andere so schön recherchiert und wohl auch allergrößtenteils richtig ist, mag dieser Wagner hier stehen bleiben ...)

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