68. Eugène Ionesco

 
rumänisch Eugen Ionescu, (1912-1994), französischer Schriftsteller rumänischer Herkunft. Er gehört neben Samuel Beckett zu den wichtigsten Vertretern des absurden Theaters. Ionesco wurde am 26. November 1912 in Slatina (Rumänien) geboren.

Bereits Ionescos dramatisches Frühwerk lebt von der Komik absurder Situationen, die in keinem Szenenzusammenhang mehr stehen. Vor allem seine seit den fünfziger Jahren entstandenen Stücke stellen die existentielle Problematik des Menschen in den Mittelpunkt.

Bereits in seinem ersten Theaterstück La cantatrice chauve (1950, Die kahle Sängerin) arbeitete Ionesco mit den Möglichkeiten der dramatischen Farce, indem er die Entfremdung zweier Eheleute voneinander anhand der Monotonie ihres Dialogs offenbart. Das Verfahren eines mit Sprachwitz durchsetzten Geplappers nutzt Ionesco auch in dem komischen Drama La leçon (1950, Die Unterrichtsstunde).

Weitere Stücke: 1952, Die Stühle; 1953, Amédée oder wie wird man ihn los; 1956, Der neue Mieter; 1959, Die Nashörner; 1964, Hunger und Durst; 1970, Das große Massakerspiel; 1977, Der Mann mit den Koffern).
 

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